54,7 % der deutschen Exportgeschäfte 2025 in Euro abgewickelt

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Wiesbaden. Im Jahr 2025 wurden die meisten deutschen Warenexporte in Drittstaaten in Euro abgewickelt. Mit einem Anteil von 54,7 Prozent ist der Euro das wichtigste Zahlungsmittel, gefolgt vom US-Dollar mit 26,4 Prozent – eine Entwicklung, die das Statistische Bundesamt in neuen monatlichen Auswertungen zu den Rechnungswährungen im Außenhandel darstellt.

Euro dominiert Exportgeschäfte

Das Statistische Bundesamt zeigt, dass im Außenhandel mit Staaten außerhalb der Europäischen Union der Euro die wichtigste Währung für deutsche Exporte ist. Die 54,7 Prozent Anteil des Euro bei den Exportzahlungen übersteigen deutlich den zweitplatzierten US-Dollar, der mit 26,4 Prozent genutzt wird. Weitere Währungen wie das britische Pfund (4,8 %), der chinesische Renminbi Yuan (2,7 %) und der Schweizer Franken (2,4 %) folgen mit geringeren Anteilen.

Rechnung nach Partnerländern

Der Anteil der verwendeten Währungen variiert stark je nach Exportziel. So werden deutsche Exporte in die Vereinigten Staaten überwiegend zu 68,6 Prozent in US-Dollar bezahlt, während in China die Zahlung hauptsächlich in Euro erfolgt (61,0 %). Für das Vereinigte Königreich ist das Euro-Pfand mit 48,5 Prozent führend, jedoch wird hier auch das britische Pfund oft genutzt (41,4 %). Bei Exporten in die Schweiz dominiert der Euro mit 71,0 Prozent, gefolgt vom Schweizer Franken mit 22,0 Prozent.

Importe als Gegenstück

Im Bereich der Importe aus Drittstaaten ist der US-Dollar mit 45,2 Prozent die meistgenutzte Währung, knapp vor dem Euro mit 43,8 Prozent. Besonders in der Einfuhr aus China und den USA spielt der US-Dollar eine große Rolle. So wurden beispielsweise 50,8 Prozent der Importe aus China und 78,4 Prozent der Importe aus den Vereinigten Staaten in US-Dollar abgerechnet.

  • Im Handel mit China sind neben dem US-Dollar auch Euro (31,1 %) und Renminbi Yuan (16,7 %) verbreitet.
  • Bei Importen aus Großbritannien ist der Euro mit 50,3 Prozent führend, gefolgt von US-Dollar (25,9 %) und britischem Pfund (23,2 %).

„Ab dem Berichtsmonat Januar 2026 bietet das Statistische Bundesamt monatliche Auswertungen zum Außenhandel nach Rechnungswährungen in einem neuen Statistischen Bericht an“, teilte das Amt mit.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der deutschen Exporte in Drittstaaten für Wirtschaft und Handel

Der Handel mit Drittstaaten außerhalb der EU macht 44,1 Prozent der gesamten deutschen Exporte aus. Diese hohe Prozentzahl unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung der Handelspartner außerhalb des europäischen Binnenmarktes für Deutschland. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vielfältige Auswirkungen: Unternehmen profitieren von stabilen Wechselkursen und transparenten Zahlungsmitteln, während Verbraucher durch gut funktionierende Außenhandelssysteme von einer breiten Produktpalette und stabilen Preisen profitieren können.

Zukünftig sollen die vom Statistischen Bundesamt monatlich bereitgestellten Daten zur Währungsnutzung im Außenhandel detailliertere Einblicke erlauben. Dies unterstützt Unternehmen und Politik bei Entscheidungen rund um Außenhandelsstrategien und Wechselkursrisikomanagement.

Weitere Informationen finden Sie auf regionalupdate.de sowie beim Statistischen Bundesamt.

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