Bremen. Die EU KI Verordnung bringt für Unternehmen neue Anforderungen neben der bereits umgesetzten DSGVO mit sich. Dietmar Niehaus, Geschäftsführer der IDD GmbH, erläutert die Unterschiede zwischen beiden Regelwerken und die wichtigsten Pflichten, die nun zu beachten sind.
KI-Regulierung verstehen: Unterschiede und Pflichten der EU KI Verordnung
Unterschiedliche Schwerpunkte von DSGVO und EU KI Verordnung
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) fokussiert sich auf die Verarbeitung personenbezogener Daten und regelt, unter welchen Bedingungen diese verarbeitet werden dürfen. Demgegenüber adressiert die EU KI Verordnung den Einsatz von Künstlicher Intelligenz insgesamt. Sie bewertet die KI-Systeme nach ihrem potenziellen Risiko für Grundrechte, Sicherheit und Transparenz.
Das führt dazu, dass KI-Anwendungen nach Risikokategorien eingeteilt werden. Je nach Kategorie gelten unterschiedliche Anforderungen, beispielsweise in Bezug auf Dokumentation und Sicherheitsmaßnahmen. In bestimmten Fällen kann die Nutzung von KI-Systemen auch vollständig verboten werden. Unternehmer müssen daher prüfen, ob und wie sie KI einsetzen und in welche Risikokategorie ihre Systeme fallen.
Konkrete Pflichten durch die EU KI Verordnung
Neben der Einstufung der KI-Systeme verpflichtet die Verordnung Unternehmen zu weiteren Maßnahmen. Ab dem 1. Februar 2025 besteht eine gesetzliche Schulungspflicht für Mitarbeiter, die mit KI-Systemen arbeiten, um Risiken erkennen und rechtliche Vorgaben einhalten zu können. Die Verordnung macht keine genauen Angaben zur Schulungsdauer oder zum Inhalt, sodass Unternehmen die Umsetzung eigenverantwortlich gestalten müssen.
Darüber hinaus verlangt die Verordnung Transparenz gegenüber den Nutzern. Diese müssen wissen, wenn sie mit einer KI interagieren. Wird etwa ein Telefon-Bot eingesetzt, soll dies direkt zu Beginn kommuniziert werden, zum Beispiel mit einer kurzen Vorstellung als digitale Assistenz. Auch Informationen über die Aufzeichnung oder Auswertung von Gesprächen müssen gegebenenfalls bereitgestellt werden.
„Viele Unternehmen unterschätzen erheblich, in welchem Umfang KI-Systeme Nutzerdaten erfassen, speichern und auswerten“, warnte Dietmar Niehaus, Geschäftsführer der IDD GmbH.
Umgang mit Daten und Rechten an KI-Ergebnissen
Ein wichtiges Thema betrifft die Daten, die in KI-Systeme eingespeist werden. Die Rechte an eingegebenen Daten und den generierten Ergebnissen hängen oft von den Nutzungsbedingungen der jeweiligen Anbieter ab. Unternehmen sollten daher sorgfältig prüfen, welche Informationen sie in solche Systeme eingeben, und besonders vorsichtig mit sensiblen oder personenbezogenen Daten umgehen.
Bezüglich der geistigen Eigentumsrechte an KI-generierten Ergebnissen ist entscheidend, inwieweit menschliche Leistungen in das Resultat eingeflossen sind. Liegt der wesentliche Beitrag beim Menschen, können Rechte beim Unternehmen oder Nutzer liegen, andernfalls regeln die Verträge mit den KI-Anbietern die Nutzungsrechte.
Weitere regulatorische Anforderungen für Unternehmen
Neben der EU KI Verordnung müssen Unternehmen weitere Vorschriften beachten, etwa die NIS2-Richtlinie zur Cybersicherheit und das Hinweisgeberschutzgesetz. Letzteres verpflichtet zur Einrichtung sicherer Meldestellen für Hinweisgeber. Die praktische Umsetzung all dieser Vorgaben erfordert eine gründliche Analyse der bestehenden Prozesse.
Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und praktische Umsetzung für Unternehmen in Bremen
Die EU KI Verordnung stellt auch für Bremer Unternehmen eine wichtige Herausforderung dar, um KI-Systeme rechtskonform und sicher einzusetzen. Die bestehenden Datenschutzmaßnahmen durch die DSGVO bilden eine Grundlage, müssen aber um die neuen Pflichten der KI-Verordnung erweitert werden. Das betrifft insbesondere Schulungen der Mitarbeitenden, Transparenzpflichten und den sorgsamen Umgang mit Daten in KI-Anwendungen.
Unternehmen in der Region sollten sich frühzeitig informieren und gezielt Ansprechpartner wie die IDD GmbH in Bremen hinzuziehen, um die digitale Transformation unter Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben zu gestalten. Dies trägt dazu bei, Haftungsrisiken und Bußgelder zu vermeiden sowie das Vertrauen von Kunden und Partnern zu erhalten.
Weitere Informationen zum Thema Datenschutz und KI-Verordnung bietet das Institut für Datenschutz und Datensicherheit. Zudem hält die offizielle Seite der EU-Kommission zur EU-KI-Verordnung umfangreiche Details bereit.
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