Wolfsexperte äußert sich zu Wolfsbiss in Hamburg

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Nach einem Vorfall in Hamburg, bei dem eine Frau von einem Wolf gebissen wurde, äußert sich Wolfgang Kwasnitza, Experte des Landesfachausschusses Wolf des NABU NRW im WDR. Er betont, dass dieses Verhalten nicht als normal einzustufen sei und gibt Tipps für den Umgang mit Wölfen.

Wolfsbiss in Hamburg – Ein beunruhigender Vorfall

In der Hamburger Innenstadt kam es kürzlich zu einem außergewöhnlichen Vorfall, bei dem eine Frau von einem Wolf gebissen wurde. Wolfgang Kwasnitza, Sprecher des Landesfachausschusses Wolf des NABU NRW, äußerte sich dazu in einem WDR-Interview. Er bemerkt, dass dies der erste Vorfall dieser Art in Deutschland sei und betont, dass solch ein Verhalten nicht als normal angesehen werden könne. „Die Frau wird zurzeit im Krankenhaus behandelt, und wir wünschen ihr alles Gute,“ so Kwasnitza.

Die Umstände des Bisses sind bisher unklar. Kwasnitza vermutet, dass der Wolf möglicherweise unter Stress stand und sich angegriffen fühlte. „Das sind alles Spekulationen; man muss abwarten, was die Untersuchung ergibt,“ erklärte er weiter.

Wölfe auf Wanderschaft – Ein natürliches Verhalten

In den letzten Monaten wurden zahlreiche Wolfssichtungen in Nordrhein-Westfalen gemeldet, insbesondere in Wohngebieten. Kwasnitza erläutert hierzu: „Jetzt ist die Zeit, in der die jungen Wölfe des vorletzten Wurfes geschlechtsreif werden und aus ihren Rudeln verdrängt werden. Sie gehen auf Wanderschaft, um ein eigenes Revier zu finden und Partner zu suchen. Dabei legen sie große Strecken zurück und nutzen oft Straßen und Wege, die für sie energiesparend sind.“ Dies könne dazu führen, dass sie in städtische Gebiete gelangen.

Obwohl Begegnungen mit Wölfen im bebauten Gebiet nicht ungewöhnlich sind, liegt es an den Menschen, sich besonnen zu verhalten. Kwasnitza beschreibt das Verhalten, das man in einer solchen Begegnung an den Tag legen sollte. „Wenn Sie einem Wolf begegnen, ruhig bleiben und dem Tier die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen. Laut sein, zum Beispiel durch Schreien oder Klatschen, wird helfen, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ohne hektische Bewegungen zu machen,“ rät er. Besonders Hunde sollten angeleint werden, um zu verhindern, dass der Wolf den Hund als potenziellen Partner sieht.

Sicherheit im Umgang mit Wölfen

Die Zunahme von Wolfssichtungen erfordert ein bewussteres Verhalten der Bevölkerung. Kwasnitza appelliert an die Bevölkerung, in solchen Situationen Besonnenheit und Ruhe zu bewahren. „Wir müssen lernen, mit der Rückkehr der Wölfe zu leben, und unser Verhalten entsprechend anpassen,“ schließt er seine Argumentation.

Für weitere Informationen oder bei Fragen steht der NABU NRW zur Verfügung.

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