Iran-Krieg zerrt am Geschäftsklima im Mittelstand

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Der Krieg im Iran hat das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland stark beeinflusst. Der KfW-ifo-Mittelstandsbarometer verzeichnet im März einen Rückgang um 3,6 Punkte.

Rückgang des Geschäftsklimas in allen Bereichen

Bis Ende Februar 2023 deuteten viele Indikatoren auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland hin. Doch der Krieg im Iran hat diese optimistischen Aussichten stark getrübt. Der Geschäftsklimaindex für kleine und mittlere Unternehmen ist im März auf minus 18,2 Punkte gefallen, was deutlich unter der Nulllinie des langfristigen Durchschnitts liegt. Die Hauptursache für diesen Rückgang sind die unsicheren Geschäftsaussichten.

Geschäftserwartungen und aktuelle Lage im Fokus

Besonders negativ wirkt sich die Entwicklung der Geschäftserwartungen auf die Stimmung im Mittelstand aus. Diese sind um 7,6 Punkte auf minus 19,2 Punkte gefallen. Trotz dieser pessimistischen Erwartungen bewerten die Unternehmen ihre aktuelle wirtschaftliche Lage etwas besser als im Vormonat. Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW, äußerte sich besorgt: „Die Verunsicherung in den Unternehmen ist groß. Solange der Krieg im Iran anhält, wird das auch so bleiben. Der Aufschwung in Deutschland wird sich verzögern und weniger stark ausfallen als erhofft.“

Einflüsse der internationalen Märkte

Der Rückgang des Geschäftsklimas erstreckt sich über alle Wirtschaftsbereiche. Besonders betroffen ist das Verarbeitende Gewerbe. Einzig das Bauhauptgewerbe zeigt mit nur einem minimalen Rückgang eine relative Robustheit. Bei den Großunternehmen fiel das Geschäftsklima sogar noch stärker, um 4,7 Punkte auf minus 21,1 Punkte. Hier sind ebenfalls alle Wirtschaftsbereiche betroffen.

Die Daten verdeutlichen, dass die gestiegenen Öl- und Gaspreise im Zuge des Nahostkonflikts dazu geführt haben, dass Unternehmen höhere Erwartungen an künftige Preise haben. Diese Situation erinnert an die Zeit der Corona-Pandemie 2020/21. Der Unterschied ist jedoch, dass die internationalen Lieferketten aktuell weitgehend intakt sind und der Konflikt regional begrenzt bleibt. Im schlimmsten Fall könnte es jedoch zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung kommen, wenn die Nachfrage nach vermeintlich knappen Gütern kurzfristig ansteigt und die Preise steigen.

Das vollständige Mittelstandsbarometer ist auf der Webseite der KfW abrufbar. Die KfW engagiert sich, im Auftrag des Bundes, zur Stärkung des Mittelstands durch verschiedene Förderprogramme.

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