Der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen unterstützt die Initiative von Bausenatorin Özlem Ünsal zur geplanten Internationalen Bauausstellung (IBA) in Bremen. Hauptgeschäftsführer Jörn P. Makko bekräftigt die Chancen, die sich aus der IBA für die Stadt ergeben könnten, mahnt jedoch auch realistische Erwartungen an.
Potential für die Stadt Bremen
Der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen sieht große Chancen in der geplanten Internationalen Bauausstellung (IBA) unter der Leitung von Bausenatorin Özlem Ünsal. „Bremen hat zahlreiche Quartiere mit Entwicklungspotenzial“, erklärt Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Verbands. Diese Initiative könnte dazu beitragen, sowohl politische Aufmerksamkeit als auch private Investitionen in die Stadt zu lenken. Die IBA soll nicht nur als Plattform dienen, sondern echten Input für die Stadtentwicklung liefern.
Reale Herausforderungen erkennen
Trotz der positiven Einstellung zur IBA warnt der Verband vor überhöhten Erwartungen. Senatorin Ünsal hat bereits klargestellt, dass keine signifikanten neuen öffentlichen Mittel zur Verfügung stehen. „Eine IBA ohne frisches Geld ist anfänglich nur ein Rahmen“, so Makko. Um den Rahmen mit Inhalten zu füllen, sei es entscheidend, ob das Bauordnungsrecht vereinfacht wird, Genehmigungen schneller erteilt werden und Grundstücke zu vernünftigen Konditionen angeboten werden.
Quartiersentwicklung über Wohnungsbau hinaus
Der Bauindustrieverband hebt hervor, dass Quartiersentwicklung viel mehr umfasst als nur den Wohnungsbau. Es gibt viele leerstehende Kaufhäuser, Kirchen und Verwaltungsgebäude, die umgenutzt werden müssen. Auch der Aufbau von Wärmenetzen, die Sanierung öffentlicher Gebäude und die Schaffung gemischter Nutzungen stehen auf der Agenda. Makko erklärt: „Das sind die echten Bauaufgaben der nächsten Jahre. Es geht nicht nur um eine Architekturschau, sondern um konkrete Herausforderungen für die Branche, die in Bremen zu Hause ist.“
Abschließend bekräftigt der Verband seine Bereitschaft, die IBA-Planungen konstruktiv zu begleiten. Für den Bauindustrieverband zählt letztlich nur das Ergebnis: „Was gebaut wird, zählt. Nicht die Überschrift.“

