Hildegard Müller, Präsidentin des VDA, begrüßt die Einigung der Bundesregierung im Koalitionsausschuss über das EU Automotive Package. Sie betont die Bedeutung dieser Entscheidung im Hinblick auf die bevorstehenden Verhandlungen in Brüssel.
Gemeinsame Position für die Automobilindustrie
Am 13. April 2026 äußerte sich Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), zur jüngsten Einigung der Bundesregierung im Koalitionsausschuss hinsichtlich des EU Automotive Package. Müller stellt klar, dass die Einigung auf eine gemeinsame Position für die kommenden Verhandlungen in Brüssel von entscheidender Bedeutung ist.
Wichtige Schritte für die Zukunft
Insbesondere die Aussetzung der Verschärfung des Utility-Faktors und die Anerkennung von Null-Emissionsfahrzeugen, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, bewertet sie als wesentliche Fortschritte. Diese Positionen seien nicht nur richtig, sondern auch entscheidend für die Vorbereitung auf die anstehenden Verhandlungen mit der EU.
Allerdings weist sie auch auf noch offene Fragen hin, insbesondere bezüglich der Flexibilitätsinstrumente für die Jahre 2030 und 2035. Zudem äußert sie Bedenken zur vorgesehenen Kompensation von Mehremissionen über 90 Prozent durch den Einsatz von grünem Stahl. Hier bedarf es weiterer Klärungen und Lösungen, um sicherzustellen, dass die Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie weiterhin stimmen.
Wachstum und Klimaziele im Fokus
Müller hebt hervor, dass die Bundesregierung erkannt hat, wie notwendig diese Kurskorrekturen sind, um Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen. „Die Automobilindustrie ist der Wachstums- und Wohlstandsmotor für unseren Kontinent. Mit den richtigen Rahmenbedingungen können unsere Unternehmen zur Stärkung der Wirtschaftskraft Europas und zur Erreichung der Klimaziele entscheidend beitragen“, so Müller.
Abschließend fordert sie die Bundesregierung auf, die gemeinsame Position in Brüssel mit einer starken und einheitlichen Stimme zu vertreten. Nur so könne die deutsche Automobilindustrie ihre Rolle als Innovationsführer und Motor der Wirtschaft weiterhin wahrnehmen.
