Im Jahr 2024 starben in Deutschland 24 Menschen an den Folgen von FSME und Borreliose, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Dies verdeutlicht die Gefahren, die von Zecken in der warmeren Jahreszeit ausgehen. Krankenhauseinweisungen aufgrund von Zeckenbissen nehmen zu.
Risikofaktoren und Infektionsgefahr durch Zecken
Mit den steigenden Temperaturen im Frühling erwacht auch die Zeckensaison. In Deutschland sind Zecken vor allem für die Übertragung von zwei gefährlichen Krankheiten verantwortlich: der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und der Borreliose, auch bekannt als Lyme-Krankheit. Insbesondere in den Monaten von April bis Oktober sind Menschen einem erhöhten Risiko ausgesetzt, an diesen Erkrankungen zu erkranken, da sie sich öfter in bewaldeten oder grasbewachsenen Gebieten aufhalten.
Statistische Daten zu Erkrankungen und Todesfällen
Die neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass im Jahr 2024 insgesamt 24 Menschen in Deutschland infolge einer Infektion durch einen Zeckenstich verstorben sind. Von diesen Todesfällen waren 15 auf Borreliose und 9 auf FSME zurückzuführen. Dies stellt einen Anstieg der Todesfälle durch Borreliose dar, da im Vorjahr nur 10 Menschen an dieser Krankheit starben, während die Zahlen für FSME stabil blieben. Darüber hinaus gab es im Jahr 2024 knapp 850 stationäre Krankenhausbehandlungen aufgrund einer FSME, was die ernsthaften gesundheitlichen Folgen verdeutlicht, die durch einen Zeckenstich entstehen können.
Präventionsmaßnahmen und Empfehlungen
Angesichts dieser alarmierenden Statistiken ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko von Zeckenstichen zu minimieren. Personen, die sich in der Natur aufhalten, sollten geeignete Kleidung tragen, die Haut mit Insektenschutzmitteln behandeln und nach einem Aufenthalt im Freien nach Zecken suchen. Zusätzliche Impfungen gegen FSME sind in Risikogebieten empfehlenswert. Bei Verdacht auf eine Infektion sollten umgehend medizinische Fachkräfte konsultiert werden, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.

