Rückgang bei Ausbildungsverträgen in NRW und Niedersachsen

Anzeige

Die aktuellen Zahlen der Destatis über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung im Jahr 2025 werfen ein Licht auf die Situation in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Der DIHK-Ausbildungsexperte Nico Schönefeldt kommentiert die Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen.

Weniger Ausbildungsverträge und unbesetzte Stellen

Die neuesten Zahlen von Destatis verdeutlichen, dass es im Jahr 2025 einen Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im dualen Ausbildungssystem gibt. Nico Schönefeldt, Ausbildungsexperte des DIHK, erklärt, dass dieser Rückgang auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Ein zentraler Punkt ist der Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern, der durch die angespannte wirtschaftliche Lage noch verstärkt wird. Viele Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen, was in einer hohen Anzahl unbesetzter Stellen gipfelt.

Demografischer Wandel und Fachkräftesicherung

Trotz der Herausforderungen im Ausbildungsmarkt kann man nicht von einem generellen Mangel an Ausbildungsplätzen sprechen. Vielmehr ist es so, dass Unternehmen oftmals keine geeigneten Kandidaten finden können. Schönefeldt weist darauf hin, dass die demografische Entwicklung, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird, die Fachkräftesicherung zu einer zentralen Herausforderung macht.

Frühe Berufsorientierung und praktische Erfahrungen entscheidend

Um dem Fachkräftemangel wirksam entgegenzuwirken, sei es entscheidend, alle Potenziale junger Menschen auszuschöpfen und sie frühzeitig mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu bringen. Hierbei spielen eine systematische, praxisnahe Berufsorientierung sowie frühe Praktika eine wesentliche Rolle. Nur so könne man mehr Jugendliche für die duale Ausbildung gewinnen und ihnen einen erfolgreichen Übergang in das Berufsleben ermöglichen. Ein Umdenken ist notwendig, um die Ausbildungen attraktiver zu gestalten und die Kluft zwischen unbesetzten Stellen und verfügbaren Bewerbern zu schließen.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel