Die Stadt Rhede plant ein neues Gewerbegebiet an der Stadtgrenze zu Bocholt. Bürgermeister Jürgen Bernsmann und sein Bocholter Amtskollege Christian Mangen unterzeichneten eine Vereinbarung zur Regelung der Kooperation beider Städte.
Kooperation für Rhede-West
Die Stadt Rhede hat ambitionierte Pläne für ein neues Gewerbegebiet namens Rhede-West, das direkt an die Stadtgrenze zu Bocholt angrenzen wird. Um die Erschließung zu gewährleisten, bedarf es einer Zusammenarbeit mit Bocholt. Deshalb haben Bürgermeister Jürgen Bernsmann von Rhede und Christian Mangen von Bocholt eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung unterzeichnet, die die Details dieser Kooperation regelt.
Details der Vereinbarung
Im Rahmen der Vereinbarung verpflichtet sich Bocholt, die Abwasserbeseitigung über sein Kanalnetz sicherzustellen und die Erschließung über die Robert-Bosch-Straße zu gestatten. Für die damit verbundenen Kosten, einschließlich der neuen Druckrohrleitung und der Umgestaltung des Knotenpunktes Bocholter Straße/Robert-Bosch-Straße, wird die Stadt Rhede aufkommen. Bisherige Planungen sehen vor, dass die Abbiegespur an dieser Stelle verlängert wird, um den steigenden Verkehrsanforderungen gerecht zu werden. Bernsmann zeigt sich dankbar für die konstruktive Zusammenarbeit und betont die Wichtigkeit des Projekts für Rhede, um neue Flächen für Unternehmen bereitzustellen. Eine zentrale Klausel der Vereinbarung besagt, dass Rhede im künftigen Gewerbegebiet West keine Flächen an Unternehmen aus Bocholt verkaufen wird, es sei denn, diese erhalten im Einzelfall die Zustimmung der Bocholter Stadtverwaltung.
Bedeutung für die Region
Bocholts Bürgermeister Mangen erwartet positive Impulse durch das neue Gewerbegebiet. Er verweist darauf, dass es in der Vergangenheit oft schwierig war, geeignete Flächen für Unternehmen anzubieten. Daher sei es für Bocholt vorteilhaft, wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft Entwicklungsmöglichkeiten entstehen. Mangen beschreibt das Verfahren als „zukunftsweisend“ und betont die Notwendigkeit eines gemeinschaftlichen Denkansatzes zwischen den Städten. Das geplante Gewerbegebiet Rhede-West bietet eine Fläche von etwa 14 Hektar. Der Rheder Stadtrat wird in Kürze den Bebauungsplan beschließen. Rhedes Beigeordneter Hubert Wewering erklärt, dass bereits die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten vorbereitet wird. Die Vermarktung der Grundstücke soll im zweiten Halbjahr beginnen. Wenn alles planmäßig verläuft, könnten die ersten Unternehmen bereits im Sommer nächsten Jahres mit dem Bau beginnen. Im Rahmen der Planungen hat die Stadt Rhede zudem einen besonderen Fokus auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit gelegt. Es wird angestrebt, dass der Niederschlag auf den Grundstücken versickert und Dächer mit einer Neigung bis zu 15 Grad begrünt werden, um Überhitzung und Abflussprobleme zu vermeiden. Die Vergabe der Grundstücke wird Datenschutz, die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie ökologische Kriterien berücksichtigen.
