Der Aufsichtsrat von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. hat die Wiederaufnahme von Untersuchungen zu Kinderschutzverletzungen in Syrien beschlossen. Diese Maßnahmen folgen auf die abrupten Unterbrechungen durch den vorherigen Vorstand und zielen auf eine lückenlose Aufklärung ab.
Untersuchungen zu Kinderschutzverletzungen werden fortgesetzt
Nach einer Entscheidung des Aufsichtsrats von SOS-Kinderdörfer weltweit e.V. wird ein unabhängiges Untersuchungsteam mit der Wiederaufnahme der Ermittlungen in Syrien beauftragt. Dieser Schritt folgt auf die Beendigung der vorangegangenen Untersuchungen durch den alten Vorstand im November 2025, welche abrupt vor Abschluss gestoppt wurden. Ziel ist es, die Hintergründe und mögliche Kinderschutzverletzungen unter dem Assad-Regime umfassend zu klären.
Neuaufstellung des Vorstands bringt frischen Wind
Im März 2026 wurde ein neuer Vorstand berufen, der die Aufklärungsarbeit entschlossen weiterführen wird. Mit der Ernennung von Susanne Prinzessin von Hessen, Prof. Dr. Sabina Schutter und Petra Sorge-Booms hat der Verein erfahrene Expertinnen gewonnen, die sich verpflichtet haben, für Transparenz und Verantwortlichkeit in der Organisation zu sorgen. Dr. Christoph-Marc Pressler, Vorsitzender des Aufsichtsrats, betont: „Wir stehen für eine konsequente und unabhängige Aufklärung. Mangelnde Transparenz und Verstöße gegen Governance-Regeln werden nicht akzeptiert.“
Aufarbeitung von Missständen im Fokus
Infolge der Unterbrechung der Untersuchungen durch den früheren Vorstand wurde eine Neuausrichtung der Organisation notwendig. Der Aufsichtsrat hat die Behauptungen, dass er die Aufklärungsarbeit behindert habe, zurückgewiesen und betont, dass die fortlaufenden Reformen und die Einbindung externer Experten essentielle Schritte sind, um aus vorangegangenen Missständen zu lernen. Das zentrale Ziel bleibt der Schutz von Kindern künftig zu verbessern. Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind seit 75 Jahren aktiv und unterstützen jährlich 2,5 Millionen Menschen durch mehr als 2.880 Programme, die verwaisten und notleidenden Kindern Sicherheit und eine bessere Zukunft bieten.
