In der Woche vom 20. bis 24. April 2026 stehen zahlreiche Verhandlungen vor den Strafkammern des Landgerichts Osnabrück auf der Agenda. Die Termine umfassen sowohl große als auch kleine Strafkammern und behandeln eine Vielzahl von Straftaten.
Montag, 20. April 2026: Große Strafkammer
Am Montag beginnt die 15. Große Strafkammer um 09:00 Uhr mit einem Verfahren gegen einen 24-jährigen Angeklagten, der in der Justizvollzugsanstalt Vechta untergebracht ist. Ihm werden mehrere Delikte vorgeworfen, darunter tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen die Polizei, sowie Körperverletzung in verschiedenen Formen. Die Taten sollen zwischen September und November 2025 in Melle, Osnabrück und Bissendorf begangen worden sein.
Besonders schwerwiegende Vorwürfe bestehen darüber, dass der Angeklagte einer Person mit einem Küchenmesser Verletzungen zugefügt hat. Auch weitere Aggressionen wie Beleidigungen gegen Polizeibeamte sind Teil der Anklage. Die Verhandlung wird bis Ende Juni 2026 fortgesetzt.
Dienstag, 21. April 2026: Kleine Strafkammer – Berufungen
Am Dienstag verhandelt die 9. Kleine Strafkammer ein Berufungsverfahren gegen eine 37-jährige Angeklagte, die von einem Amtsgericht wegen Betrugs in 13 Fällen verurteilt wurde. Die Frau soll von Juni 2022 bis zur Verurteilung im Jahr 2025 unberechtigt Pflegekosten in Höhe von über 85.000 Euro geltend gemacht haben.
Zusätzlich wird ihr vorgeworfen, im Juli 2023 als vermeintlich ehrenamtliche Pflegekraft aufgetreten zu sein und dabei Geld von Hilfesuchenden und deren Angehörigen erlangt zu haben. Der Termin wird mit der Einvernahme eines Sachverständigen und zweier Zeugen fortgesetzt.
Mittwoch, 22. April 2026: Mordanklage vor der Schwurgerichtskammer
Die 6. Große Strafkammer, auch bekannt als Schwurgericht, beginnt am Mittwoch um 09:00 Uhr mit dem Mordprozess gegen einen 34-jährigen Angeklagten aus der JVA Lingen. Er ist beschuldigt, am 06. November 2025 einen anderen Mann ermordet zu haben. Der Hintergrund der Tat wird als Streit zwischen den beiden Männern beschrieben, der in einem tödlichen Messerangriff endete.
Die Staatsanwaltschaft legt besonderen Wert auf die Motive des Angeklagten, der behauptet, die Tat aufgrund der sexuellen Orientierung des Opfers begangen zu haben. Mehrere Zeugen und ein Sachverständiger werden in den kommenden Verhandlungstagen gehört.
Die Termine in dieser Woche sind wichtig für die öffentliche Sicherheit und die Geltendmachung von Rechtsansprüchen. Interessierte Bürger können sich über den Zugang zu den Gerichtsverhandlungen auf der offiziellen Website des Landgerichts Osnabrück informieren.
