München pflanzt neue Stadtbäume: Akzeptanz notwendig

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München plant in der Innenstadt die Pflanzung von 150 neuen Bäumen, um das Klima zu verbessern. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) sieht die Notwendigkeit dieser Maßnahmen, fordert jedoch realistische Kostenschätzungen.

Bedarf an klimaresilienten Bäumen

Die Landeshauptstadt München hat angekündigt, rund 150 neue Bäume in der Innenstadt zu pflanzen. Diese Initiative soll dazu beitragen, mehr Schatten zu spenden und die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen zu verbessern. Laut Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), sind solche Maßnahmen erforderlich, um die Städte klimafreundlicher zu gestalten. Er warnt jedoch davor, die Kosten für Stadtbäume als Luxus darzustellen.

Kostenklärung ist notwendig

Während der durchschnittliche Kostenrahmen von etwa 95.000 Euro pro Baum in der Diskussion steht, erklärt Guhl, dass der tatsächliche Preis für einen hochwertigen Stadtbaum bei maximal 2.000 Euro liegt. Die hohen Gesamtkosten seien auf komplexe Tiefbauarbeiten zurückzuführen, einschließlich der Verlegung unterirdischer Leitungen und der Einrichtung stabiler Wurzelräume. Diese technischen Anforderungen seien in urbanen Innenstädten unvermeidlich, aber sie sollten nicht den Wert oder die Bedeutung von Stadtbäumen mindern.

Differenzierte Ansätze für Stadtbegrünung

Der BdB warnt, dass pauschale Kostenvergleiche die Notwendigkeit der Stadtbegrünung gefährden könnten, insbesondere in Zeiten knapper kommunaler Haushalte. Guhl betont, dass Bäume als Investitionen in die Lebensqualität und Gesundheit der Bürger betrachtet werden sollten. Zudem könnten alternative Ansätze, wie der Einsatz großvolumiger Pflanztröge, eine kostengünstigere und schnellere Lösung darstellen. „Wir brauchen angepasste Lösungen, die sowohl traditionelle Baumpflanzungen als auch innovative Begrünungen berücksichtigen”, sagt Guhl. Der BdB plädiert für eine differenzierte Diskussion über die Kosten und die gesellschaftlichen Nutzen von Stadtbäumen.

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