Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen warnt vor den geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Landesvorsitzender Friedrich Stubbe betont die negativen Konsequenzen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
VdK fordert Stopp der Kürzungen
Die Bundesregierung plant weitreichende Kürzungen in der Eingliederungshilfe, was die Teilhabe von Menschen mit Behinderung erheblich beeinträchtigen könnte. Friedrich Stubbe, der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen, äußerte sich besorgt über diese Entscheidung. Er erläutert, dass die Abschaffung individueller Schulassistenz für Kinder und strengere finanzielle Rahmenbedingungen für Hilfsmittel wie barrierefreie Computer einen Rückschritt in der Integration von Menschen mit Behinderung darstellen.
Rückschritt in der inklusiven Gesellschaft
Stubbe betont, dass Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten Fortschritte in Richtung einer inklusiven Gesellschaft gemacht hat. Diese Kürzungen würden jedoch alles Erreichte gefährden und Menschen mit Behinderung den Zugang zu grundlegenden Lebensbereichen erschweren. „Es ist verantwortungslos, wie hier mit schutzbedürftigen Menschen umgegangen wird“, kritisiert Stubbe. „Teilhaben ist ein Menschenrecht und sollte nicht willkürlich beschnitten werden.“
Appell an die Politik
Der Sozialverband VdK fordert die Politik auf, die Sparpläne zu überdenken und die Bedürfnisse der betroffenen Personen ernst zu nehmen. Die angekündigten Maßnahmen könnten nicht nur die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung gefährden, sondern auch ihre existenzielle Sicherheit in Frage stellen. „Wir fordern eine Rückkehr zu einem dialogorientierten Ansatz, bei dem die Stimmen der Betroffenen gehört werden“, schließt Stubbe mit Nachdruck.
