GKV-Reform: Kieferorthopädie in Gefahr, warnen Experten

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Die geplanten GKV-Regelungen bringen die zahnärztliche Versorgung, besonders die Kieferorthopädie, in große Gefahr. Die KZBV und BZÄK warnen vor massiv negativen Auswirkungen auf die Versorgung von Patienten.

Massive Auswirkungen auf die Kieferorthopädie

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) haben in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Risiken gewarnt, die mit dem Referentenentwurf für ein GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verbunden sind. Hauptfokus ihrer Bedenken liegt auf dem geplanten Eingriff in die Kieferorthopädie. Sollten nur noch Fachzahnärzte für Kieferorthopädie Behandlungen durchführen dürfen, könnte dies für andere Zahnärzte, die ebenfalls kieferorthopädische Leistungen anbieten, einem Berufsverbot gleichkommen. Diese Maßnahme gefährdet nicht nur die Existenz vieler Praxen, sondern auch die Versorgung von über 920.000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Versorgungsengpässe drohen

Die KZBV und BZÄK kritisieren, dass die angedachten Kostendämpfungsmaßnahmen keinen Sinn ergeben und die Patientenversorgung gefährden. Die Unsicherheit über zukünftige Rahmenbedingungen könnte dazu führen, dass erfahrene Zahnärzte früher aus der Versorgung ausscheiden und weniger neue Praxen eröffnet werden. Solche Versorgungsengpässe wären die Folge, was die medizinische Versorgung in ländlichen als auch städtischen Gebieten beeinträchtigen könnte.

Aufruf zum Handeln

Die beiden Organisationen fordern die Politik daher dringend auf, die problematischen Regelungen aus dem Entwurf zu streichen. „Im Interesse einer funktionierenden und flächendeckenden Patientenversorgung dürfen diese Regelungen nicht den Weg ins Gesetz finden“, betont die KZBV. Ein unüberlegtes Vorgehen in der Gesundheitsversorgung könnte nicht nur bestehende Erfolge zur Mundgesundheit gefährden, sondern auch zu einer wachsenden sozialen Ungleichheit führen, die zunehmend die Gesundheit der Bürger beeinflusst.

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