Kultusministerin: Digitaler Jugend- und Kinderschutz stärken

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Die Niedersächsische Kultusministerin Julia Willie Hamburg begrüßt die erste Bestandsaufnahme der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz. Die Analyse verdeutlicht die komplexen Herausforderungen des digitalen Zugangs für junge Menschen.

Erste Bestandsaufnahme der Expertenkommission

Heute hat die externe Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ ihre erste Analyse veröffentlicht. Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont die Wichtigkeit der interdisziplinären Betrachtung digitaler Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Diese stellt klar, dass die Herausforderungen im digitalen Raum vielschichtig sind und einen ganzheitlichen Ansatz erfordern.

Klares Konzept für Medienkompetenz

Die Ministerin erläutert, dass Niedersachsen seit Jahren aktiv Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz in Schulen umsetzt. Dazu gehören verbindliche Regeln zur Handynutzung, die Einführung eines Pflichtfachs Informatik im Sekundarbereich I sowie die Ausstattung von Schülern und Lehrkräften mit digitalen Geräten. Auch die Weiterentwicklung digitaler Lernplattformen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stehen im Fokus. Formate wie Medienscouts und der Social-Media-Führerschein sollen dazu beitragen, dass Schüler sicher und reflektiert mit digitalen Medien umgehen können.

„Diese Maßnahmen greifen ineinander und fördern die Medienkompetenz systematisch über die gesamte Bildungsbiografie“, so Ministerin Hamburg. Sie betont, dass die Verantwortung für die Medienkompetenz nicht nur bei den Schulen liege, sondern auch Eltern aktiv ihre Kinder im Umgang mit sozialen Medien unterstützen sollten.

Bundesweite Verantwortung und Regulierung

Hamburg weist zudem auf einen niedersächsischen Entschließungsantrag hin, der im Bundesrat eingebracht wurde. Dieser soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien verstärken. Die Ministerin erklärt, dass Anbieter sozialer Medien in die Verantwortung genommen werden müssen, um sichere Plattformen zu gewährleisten. „Es ist entscheidend, dass effektive Altersüberprüfungen implementiert werden und süchtig machende Algorithmen abgeschafft werden“, mahnt sie.

Für den effektiven Erwerb von Medienkompetenz müssen Schulen ab dem Schuljahr 2026/27 unterstützt werden, digitale Endgeräte kostenlos bereitzustellen. Insbesondere siebte Klassen und Lehrkräfte sollen mit Tablets und Laptops ausgestattet werden, um den Zugang zu digitaler Bildung zu verbessern.

Mit ihrer Initiative verfolgt Niedersachsen das Ziel, Kinder und Jugendliche nicht nur zu schützen, sondern sie auch auf einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und KI vorzubereiten. Ministerin Hamburg führt aus: „Wichtig ist, dass wir nicht nur über junge Menschen sprechen, sondern mit ihnen im Dialog stehen, um ihre Bedürfnisse und Schutzmaßnahmen zu erörtern.“

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