In Lingen wird ein bahnbrechendes Forschungsprojekt zur Entwicklung nachhaltiger smarter Textilien ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück und dem Robotikunternehmen moduco steht die Frage im Fokus, wie diese Textilien umweltfreundlich recycelt werden können.
Forschungsprojekt ReSiST-AR gestartet
Das neu initiierte Projekt „ReSiST-AR – Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ zielt darauf ab, die Wiederverwertung smarter Textilien teils durch den Einsatz moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotik erheblich zu verbessern. Ein interdisziplinäres Team an der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen arbeitet daran, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Kooperation mit lokalen Unternehmen
Ein wichtiger Partner in diesem Vorhaben ist das Lingener Unternehmen moduco, das innovative Robotiklösungen für industrielle Anwendungen entwickelt. Das Start-up bringt wertvolle Expertise in die Zusammenarbeit ein, insbesondere in der automatisierten Sortierung von Textilien. Gemeinsam mit der Hochschule wird daran gearbeitet, Robotern beizubringen, verschiedene Kleidungsstücke präzise zu erkennen und zu sortieren – eine technisch herausfordernde, aber notwendige Aufgabe.


Positive Auswirkungen für die Region
Die Stadt Lingen unterstützt moduco seit mehreren Jahren und betont die Bedeutung solcher Innovationen für die regionale Wirtschaft. „moduco ist ein Paradebeispiel für das Innovationspotenzial unserer Stadt. Das Unternehmen kombiniert Hochtechnologie mit praktischen Lösungen und engagiert sich auch in der Zusammenarbeit mit Schulen“, hebt die Wirtschaftsförderung hervor.
Oberbürgermeister Dieter Krone sieht den Standort Lingen durch das Projekt gestärkt: „Hier entsteht ein starkes Signal für unsere Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft. Wir zeigen, dass Zukunftstechnologien und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen. Solche Initiativen machen Lingen überregional sichtbar und festigen unsere Rolle als Innovationsstandort.“
Das zweijährige Forschungsprojekt wird mit etwa 422.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert. Diese Initiative unterstreicht Lingens Bestreben, sich als Zentrum für Innovation, Forschung und wirtschaftliches Wachstum zu positionieren.

