Philipp Amthor äußert sich in der ARD-Sendung ‚Konfrontation‘ zu Korruptionsvorwürfen und seiner Rolle als Politiker. Er reflektiert seine Nebentätigkeit und plädiert für Gleichberechtigung.
Offene Worte zu Korruptionsvorwürfen
In der ARD-Sendung „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor“, die am 20. April 2026 um 22:50 Uhr ausgestrahlt wird, ist der CDU-Politiker bereit, sich kritisch mit seiner Vergangenheit und den gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfen auseinanderzusetzen. Im Interview offenbart Amthor, dass er in der Vergangenheit einen „völlig falschen Kompass“ bezüglich seiner Nebentätigkeit für das Start-up Augustus Intelligence hatte.
„Das hätte ich rückblickend nicht machen sollen“, gesteht Amthor und spricht damit seine Rolle in einem Lobby-Skandal an, der 2020 durch das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ öffentlich wurde. Er hatte sich bei dem damaligen Wirtschaftsminister Peter Altmaier für das Unternehmen eingesetzt. Im Interview äußert sich Amthor selbstkritisch: „Der Maßstab für einen Politiker ist nicht nur die Frage, was juristisch richtig ist, sondern auch die moralische Bewertung“, so Amthor.
Lehren aus einem Fehler ziehen
Der CDU-Politiker erklärt, dass er aus dieser Erfahrung wichtige Lehren gezogen habe. Er erkennt an, dass es bei Nebentätigkeiten eine größere Distanz einzuhalten gilt: „Ich würde derartige Nebentätigkeiten nicht mehr übernehmen“. Durch sein Engagement für Augustus Intelligence sei er sich der Bedeutung von Integrität bei Abgeordneten noch bewusster geworden.
In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Politik oft erschüttert ist, versucht Amthor, Verantwortung zu übernehmen und seine Fehler zu adressieren. Er betont, dass die Integrität eines Abgeordneten als höchstes Gut gelten sollte.
Feminismus als Männerangelegenheit
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist Amthors Verständnis von Feminismus. Auf Feldenkirchens Frage, ob er sich selbst als Feminist sehe, antwortet er: „Das sollte jeder Mann sein“. Für ihn ist es entscheidend, sich für eine gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen, was er als eine herausragende Aufgabe fürs politische Spektrum ansieht – auch für Konservative.
Die Diskussion über Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit spielt eine zentrale Rolle in der politischen Agenda und Amthor möchte einen Beitrag leisten, um diese Themen voranzubringen.
Die Episode der ARD-Sendung wird nicht nur in der Ausstrahlung am Montagabend, sondern auch bereits ab 17:00 Uhr in der ARD Mediathek zugänglich sein. Dies gibt interessierten Zuschauern die Möglichkeit, sich umfassend mit den Themen auseinanderzusetzen.

