Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat im Jahr 2025 ihr Fördergeschäft deutlich ausgebaut. Mit einem Anstieg auf 6,6 Milliarden Euro bietet die Bank neue Programme und Kreditoptionen für die Landwirtschaft an, die auch den Bereich der erneuerbaren Energien umfassen.
Starker Anstieg der Programmkredite
Im Jahr 2025 verzeichnete die Landwirtschaftliche Rentenbank ein signifikantes Wachstum im Neugeschäft mit Programmkrediten, das von 3,6 Milliarden Euro um 82,1 % auf 6,6 Milliarden Euro anstieg. Besonders in der Sparte Landwirtschaft wurden Darlehen von 1,9 Milliarden Euro zugesagt, was einem Zuwachs von rund 33 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Finanzierung von Stallumbauten, einem zentralen Punkt in der Initiative für mehr Tierwohl, zeigte ebenfalls positive Zahlen mit einem zugesagten Volumen von 351,1 Millionen Euro.
Förderung von erneuerbaren Energien
Ein auffallender Höhepunkt war der gewaltige Zuwachs in der Sparte „Erneuerbare Energien“, wo Investitionen von 1,8 Milliarden Euro refinanziert werden konnten – im Vorjahr waren es nur 76,1 Millionen Euro. Diese Steigerung ist auf den gesunkenen EU-Referenzzinssatz zurückzuführen, der mehr Geschäft ermöglicht. Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands, betont die Wichtigkeit dieser Förderungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche.
Neues Förderprogramm und Unterstützung durch den Bund
Ein wichtiger Bestandteil des Programms 2025 war die Einführung eines neuen Zuschussangebots, das zur Erstellung von Klimabilanzen hilft. Über 830 Anträge mit einem Volumen von 0,8 Millionen Euro wurden genehmigt. Darüber hinaus vergibt die Rentenbank im Auftrag des Bundes Zuschüsse für Investitionen in Maschinen zur Stärkung der natürlichen Bodenfunktion, was zu 1.223 bewilligten Anträgen mit einem Gesamtvolumen von 35,4 Millionen Euro führte.
Auch im ersten Quartal 2026 zeigt sich eine ungebrochene Nachfrage nach Förderkrediten, mit einem Neugeschäft von 2,4 Milliarden Euro, was eine Steigerung von 68,1 % bedeutet. Besonders die Förderkredite für Erneuerbare Energien haben sich mit 1,1 Milliarden Euro um 210,2 % erhöht, was auf ein wachsendes Interesse in dieser Branche hindeutet. Gleichzeitig bleibt die Stimmung in der Landwirtschaft angespannt, bedingt durch steigende Betriebsmittelpreise und geopolitische Konflikte.

