Niedersachsen fordert Anpassungen bei Wasserstoff-Regeln

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Die EU plant die Überprüfung von Regeln zur Wasserstoffproduktion, um Investitionshemmnisse abzubauen. Niedersachsen unterstützt diese Initiative und fordert schnelle Anpassungen.

Überprüfung der EU-Richtlinien zur Wasserstoffproduktion

Die Europäische Kommission hat angekündigt, die bestehenden Vorgaben für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff zu überprüfen. Der Markt für Wasserstoff in Europa entwickelt sich langsamer als erwartet, viele Projekte stecken in der Planungsphase fest. Die Überprüfung der Regeln könnte helfen, Investitionshindernisse zu identifizieren und den Hochlauf der Wasserstoffproduktion zu beschleunigen.

Niedersachsen drängt auf wettbewerbsfähige Bedingungen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne äußerte sich zu den aktuellen Herausforderungen: „Die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff ist in Deutschland und vielen Teilen Europas aktuell zu teuer. Die Überprüfung ist ein notwendiger Schritt. Doch es muss schnell gehandelt werden, um konkrete Anpassungen zu schaffen, die Investitionen anziehen und Projekte realisieren.“ Tonne verweist darauf, dass klare und wirtschaftlich tragfähige Regeln benötigt werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Strategische Dimension der Wasserstoffproduktion

In Anbetracht der geopolitischen Lage hebt Tonne die Wichtigkeit einer resilienten und unabhängigen Energieversorgung hervor. Die ongoing Spannungen im Nahen Osten zeigten, dass Europa seine Abhängigkeit von Energieimporten verringern müsse. Wasserstoff kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Es ist jedoch entscheidend, dass überkomplizierte Vorgaben nicht den Fortschritt bei der Marktentwicklung bremsen.

Niedersachsen verfolgt als ein bedeutender Energie- und Industriestandort die Entwicklung eines funktionierenden Wasserstoffmarktes. Trotz zahlreicher Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette treten Verzögerungen durch die aktuellen regulatorischen Vorgaben auf. „Schnelligkeit, Verlässlichkeit und wettbewerbsfähige Kosten sind jetzt von zentraler Bedeutung. Unternehmen benötigen Planungssicherheit. Die Überarbeitung der Kriterien muss daran gemessen werden, ob sie Investitionen erleichtert und den Markthochlauf tatsächlich fördert – andernfalls besteht die Gefahr, dass Europa ins Hintertreffen gerät“, so Tonne abschließend.

Die Landesregierung wird den Überprüfungsprozess auf europäischer Ebene aktiv begleiten und sich für eine investitionsfreundliche, klimawirksame sowie resiliente Energiepolitik einsetzen.

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