Die Pfandbriefbanken in Deutschland haben im Geschäftsjahr 2025 eine positive Bilanz gezogen. Trotz herausfordernder marketlichen Bedingungen konnten sie sowohl das Volumen neuer Immobiliendarlehen als auch ihr Pfandbriefvolumen steigern.
Marktentwicklung und Immobilienpreise
Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland anhaltende Preissteigerungen bei Wohn- und Gewerbeimmobilien. Der vdp-Immobilienpreisindex zeigte im Schlussquartal einen Anstieg von 4,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders erfreulich entwickelte sich der Wohnimmobilienmarkt, wo die Preise deutschlandweit um 4,2 % gestiegen sind und in den sieben größten Städten sogar um 4,7 %.
Die zurückhaltendere Entwicklung der Gewerbeimmobilienpreise, die um durchschnittlich 3,5 % zulegten, kann auf die enge Verknüpfung mit der Wirtschaftslage zurückgeführt werden. Gero Bergmann, Präsident des Verbands deutscher Pfandbriefbanken, betont, dass die Preise für Büroimmobilien weiterhin von Entwicklungen wie der Homeoffice-Nutzung und dem Einsatz von KI-Tools betroffen sein werden.
Erfolgreiche Vergabe von Immobiliendarlehen
Die Pfandbriefbanken haben im Jahr 2025 das Volumen der zugesagten Immobiliendarlehen um 15,7 % auf 148,6 Milliarden Euro erhöht. Vor allem die Nachfrage im Wohnimmobilienfinanzierungsgeschäft war stark, mit einem Zuwachs von 17,5 % auf 92,6 Milliarden Euro. Bergmann hebt hervor, dass die Rückkehr der Nachfrage für Neubauten einen positiven Trend zeigt und nahezu alle Objektklassen eine höhere Finanzierungsnachfrage erfuhren.
Wichtige Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus sind bereits in der Diskussion, darunter staatliche Bürgschaften und die Unterstützung beim Erwerb von Wohneigentum. Bergmann betont, dass regulatorische Reformen zur Belebung des Wohnungsmarktes umgesetzt werden müssen, um den Herausforderungen des Marktes gerecht zu werden.
Ausblick auf 2026 und regulatorische Themen
Der Ausblick auf das Jahr 2026 ist vorsichtig optimistisch. Bergmann weist auf mögliche Preiserhöhungen hin, die jedoch stark von der Entwicklung der Baukosten und Zinskonditionen abhängen werden. Die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch den Konflikt im Iran, könnten das Wirtschaftswachstum und die Inflation negativ beeinflussen.
Der vdp begrüßt zudem die jüngsten Ansätze zur Vereinfachung und Konsolidierung der regulatorischen Maßnahmen, da diese oftmals als belastend empfunden werden. Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt betont die Notwendigkeit klarer und konsistenter Vorgaben, um die Belastung für Banken und Kreditnehmer zu reduzieren.

