Untersee-Kohlendioxid-Speicherung: Antragsunterlagen veröffentlicht

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Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH plant, das Potenzial zur Kohlendioxid-Speicherung im niedersächsischen Teil der AWZ zu untersuchen. Die entsprechenden Antragsunterlagen sind nun öffentlich verfügbar.

Details zum Untersuchungsantrag

Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) hat im Auftrag der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG einen Antrag auf Untersuchungsgenehmigung zur Kohlendioxid-Speicherung in einem 2759 Quadratkilometer großen Gebiet vor der niedersächsischen Küste eingereicht. Das Unternehmen beabsichtigt, die Eignung des Untergrundes für die dauerhafte Speicherung von Kohlendioxid zu prüfen. Diese Maßnahme ist Teil der nationalen Klimaschutzstrategie und wird durch das im letzten Jahr novellierte Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetz (KSpTG) unterstützt.

Geophysikalische Messungen und Bohrungen

Im Rahmen des geplanten Untersuchungsprojekts sind verschiedene geophysikalische Messungen vorgesehen, einschließlich seismischer Methoden und bis zu drei Untersuchungsbohrungen. Diese sollen klären, ob der Untergrund als geeigneter Speicherort für Kohlendioxid fungieren kann. Es ist wichtig zu betonen, dass der Antrag auf Untersuchungsgenehmigung noch keine Genehmigung für den Bau oder Betrieb eines CO2-Speichers beinhaltet; hierfür müssen gesonderte Verfahren durchlaufen werden.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die Antragsunterlagen sind vom 4. Mai bis zum 3. Juni 2024 online unter der Website des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) einsehbar. Weitere Einsicht ist auch in den Büros des LBEG sowie der Gemeinde Helgoland und des Landkreises Aurich möglich. Bürger, deren Belange von dem Vorhaben betroffen sind, können bis maximal 18. Juni Einwendungen erheben. Zudem sind Behörden und Naturschutzvereinigungen aufgefordert, bis zum 6. Juli Stellungnahmen abzugeben.

Klimaschutz im Fokus

Die Initiativen zur Kohlendioxid-Speicherung sind Teil einer breiteren Strategie, die darauf abzielt, die europäischen Klimaziele zu erreichen. Im Rahmen des European Green Deal strebt die EU Klimaneutralität bis 2050 an. Carbon Capture and Storage (CCS) gilt als unverzichtbare Technologie zur Reduktion schwer vermeidbarer industrieller CO2-Emissionen. Der nationale Plan der Bundesregierung zur Identifizierung geeigneter Kohlendioxid-Speicherorte ist ein wesentlicher Schritt in diese Richtung.

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