Laut dem Landesamt für Statistik Niedersachsen sind sowohl der Bierabsatz als auch die Biersteuereinnahmen in Niedersachsen und Bremen erneut rückläufig. Die Prognosen für 2025 zeigen deutliche Einbrüche in beiden Bereichen.
Biersteuereinnahmen stark rückläufig
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) berichtet anlässlich des Tags des deutschen Bieres, dass die für 2025 geplanten Einnahmen aus der Biersteuer in Niedersachsen und Bremen 38,4 Millionen Euro betragen. Dies ist ein Rückgang von 10,7% im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Einnahmen noch bei 43,0 Millionen Euro lagen. Parallel dazu sank der Bierabsatz der Brauereien in beiden Bundesländern von 7,5 Millionen Hektolitern im Jahr 2024 auf 7,2 Millionen Hektoliter im Jahr 2025, was einem Minus von 4,2% entspricht. Auch die Zahl der Braustätten ging von 85 auf 81 zurück, was einem Rückgang von 4,7% entspricht.
Langfristige Trends verdeutlichen das Problem
Ein Blick auf die langfristigen Entwicklungen zeigt, dass sowohl der Bierabsatz als auch die Biersteuereinnahmen seit 2016 kontinuierlich abnehmen. In diesem Zeitraum ist der Bierabsatz in Niedersachsen und Bremen um insgesamt 1,5 Millionen Hektoliter gesunken, was einem Rückgang von 17,7% entspricht. Gleichzeitig reduzierten sich die Einnahmen aus der Biersteuer um 14,5 Millionen Euro und damit um 27,4%. Dieser Trend verdeutlicht, dass sinkende Produktionsmengen und die damit verbundenen Steuererträge ernsthafte Herausforderungen für die Regionalwirtschaft darstellen.
Bieranteil in Deutschland stabil
Trotz der sinkenden absoluten Absatzzahlen bleibt der Anteil des Bierabsatzes aus Niedersachsen und Bremen am bundesweiten Bierabsatz relativ stabil. Im Jahr 2025 betrug dieser Anteil 9,2%, leicht gestiegen im Vergleich zu 9,0% im Vorjahr. In den letzten Jahren bewegte sich dieser Anteil zwischen 9,6% und 8,8%. Dies weist auf eine gewisse Stabilität hin, auch wenn die Regionalentwicklung dem bundesweiten Trend sinkender Bierabsatzmengen folgt.

