Verbände warnen vor neuen Tierhaltungskennzeichnungen

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Ein breites Verbändebündnis aus Gastronomie und Industrie hat sich gegen die geplante Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung ausgesprochen. In einem Positionspapier richten sie sich an politische Entscheidungsträger in Bund und Ländern.

Unternehmen stehen vor enormen Herausforderungen

Das Verbändebündnis, zu dem unter anderem der Bundesverband der Systemgastronomie und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband gehören, lehnt eine verpflichtende Kennzeichnung für tierische Produkte in der Gastronomie und bei verarbeiteten Lebensmitteln entschieden ab. Die Verbände argumentieren, dass die neuen Vorschriften für die Unternehmen zu erheblichen zusätzlichen Kosten und bürokratischem Aufwand führen würden, die letztlich an die Verbraucher weitergegeben werden müssten. Besonders betroffen wären dabei Schulen, Kitas und Kliniken, wo höhere Preise Familien und Senioren belasten würden.

Bürokratie statt Tierwohl

Die Verbände betonen, dass die geplante Ausweitung der Kennzeichnungspflichten nicht zu einem besseren Tierwohl beiträgt, sondern vielmehr neue bürokratische Hürden schafft. Um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, wären umfangreiche Investitionen in IT-Systeme und logistische Prozesse erforderlich. Eine lückenlose Chargenverfolgung sowie separate Lagerung für unterschiedliche Tierhaltungsformen müssten implementiert werden, was gerade für kleine und mittelständische Betriebe wirtschaftlich kaum stemmbar ist.

Appell an die Politik

Das Bündnis appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger, die neuen Kennzeichnungspflichten nicht weiterzuverfolgen und stattdessen praxistaugliche Lösungen im Dialog mit der Branche zu erarbeiten. Ziel müsse es sein, ohne zusätzliche Bürokratie Anreize für eine verbesserte Tierhaltung zu schaffen, anstatt bestehende Standards durch neue Vorschriften zu gefährden.

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