110 Tonnen Transformator für Lingen angeliefert

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Westnetz hat einen neuen Transformator für die Umspannanlage in Lingen erfolgreich angeliefert. Die Maßnahme dient der Modernisierung und Erweiterung der Stromversorgung in der Region.

Moderne Lösungen für die Energiewende

Westnetz investiert in die zukunftssichere Stromversorgung in Lingen und baut eine moderne Umspannanlage. Diese befindet sich direkt neben der bp Raffinerie und soll den gestiegenen Anforderungen im Zuge der Energiewende gerecht werden. Der kürzlich angelieferte Transformator ist ein wichtiger Schritt in diesem Prozess und wird zur Erhöhung der Kapazität der Anlage beitragen.

Innovative Anlieferung per Schiff

Normalerweise werden Transformatoren dieser Größe per Schwerlasttransport an ihren Bestimmungsort gebracht. In diesem Fall wurde der 110 Tonnen schwere Transformator jedoch von Regensburg bis zur bp Raffinerie auf dem Wasserweg transportiert. Nach der Ankunft in Lingen wurde der Transformator per Kran vom Schiff auf einen Schwerlasttransporter umgeladen. Anschließend musste er die letzten Meter auf dem Raffineriegelände in Schrittgeschwindigkeit zurücklegen. Projektleiter Rene Schwitte betonte: „Die Anlieferung per Schiff reduziert die Auswirkungen auf den Straßenverkehr und macht den Transformator sofort einsatzbereit.“ Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der Anlieferung auf dem Wasser konnte das Ablassen von Öl zur Gewichtsreduktion vermieden werden, was die Inbetriebnahme erheblich erleichtert.

Erweiterung für die Wasserstoffproduktion

Die neue Umspannanlage ist notwendig, um den Elektrolyseur von bp zu versorgen, der ab 2027 jährlich bis zu 11.000 Tonnen grünen Wasserstoff aus erneuerbarem Strom produzieren soll. Im Laufe des Jahres plant Westnetz zusätzlich zwei weitere Transformatoren zur Stabilisierung der Energieversorgung in Lingen zu installieren. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 16 Millionen Euro in die Modernisierung der Anlage in Lingen. Diese wird mit modernster Technik ausgestattet, die eine Spannungstransformation von 110.000 Volt auf 30.000 Volt und 10.000 Volt ermöglichen wird. Die elektrischer Energie wird so verlustarm von der Erzeugung zum Endverbraucher transportiert.

Die neue Umspannanlage in Lingen/Holthausen erfüllt die Anforderungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG), da Netzbetreiber dezentral erzeugte Energie jederzeit in die Versorgungsnetze aufnehmen müssen. Dies sorgt auch dafür, dass an besonders belastungsschwachen Tagen die Richtung des Energieflusses umkehren kann, was die Effizienz des Stromnetzes erhöht.

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