Das niederländische Unternehmen ONE-Dyas plant die Erdgasförderung in der Nordsee, nahe der deutschen Grenze. Die Umweltverträglichkeitsprüfung involviert nun auch die deutsche Öffentlichkeit, da das Vorhaben grenzüberschreitende Auswirkungen haben könnte.
Geplantes Projekt N04 in der Nordsee
Die ONE-Dyas B.V., unterstützt von Hansa Hydrocarbons Ltd. und EBN B.V., beabsichtigt den Ausbau von Erdgasförderung im Feld N04, welches sich in der niederländischen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) erstreckt. Angrenzend an das bestehende Förderfeld N05-A wird eine Satellitenplattform 40 Kilometer vor der Küste errichtet, welche durch eine 14 Kilometer lange Pipeline mit der bestehenden Plattform verbunden ist. Diese technische Einrichtung soll bis zu den Teilfeldern N04-A und N04-C reichen, die bis in deutsche Gewässer reichen.
Öffentlichkeitsbeteiligung
Obwohl sich die gesamten Projekte auf niederländischem Territorium befinden, sind die potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt sinnvoll zu prüfen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) koordiniert die Öffentlichkeitsbeteiligung und veröffentlicht Informationen zu dem Vorhaben. Ein Teil der Auflagen im Rahmen der Espoo-Konvention verlangt die Einbeziehung Deutschlands in die Umweltverträglichkeitsprüfung, um grenzüberschreitende Effekte vollständig zu berücksichtigen.
Stellungnahmen und Informationsquellen
Die relevanten Unterlagen, darunter der Vorhaben- und Beteiligungsplan sowie der Konzeptentwurf, stehen der Öffentlichkeit in deutscher Sprache zur Verfügung. Sie können sowohl auf dem UVP-Portal als auch auf der Internetseite des LBEG eingesehen werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben bis zum 5. Juni die Möglichkeit, Stellungnahmen zu dem Vorhaben abzugeben, wobei die Einreichen von Kommentaren digital möglich ist.

