Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) setzt sich für eine Verbesserung der Mobilitätsbildung in Schulen ein. Eine Umfrage zeigt, dass Lehrkräfte mehr Unterrichtsstunden und Ressourcen fordern, um Kindern sichere Verkehrsteilnahme zu ermöglichen.
Mobilitätsbildung als Notwendigkeit
Laut einer aktuellen Umfrage der ADAC Stiftung zeigen viele Lehrerinnen und Lehrer Besorgnis über die Verkehrssicherheit ihrer Schüler. Jedes zweite Kind wird als unaufmerksam beschrieben, und mehr als ein Drittel reagiert in kritischen Momenten falsch. Vor diesem Hintergrund äußern die Befragten den dringenden Wunsch nach mehr Unterrichtsstunden in der Mobilitätsbildung, was die Deutsche Verkehrswacht (DVW) ausdrücklich begrüßt.
Engagement der Deutschen Verkehrswacht
Die DVW, unter der Führung von Präsidentin Kirsten Lühmann, engagiert sich bereits seit Jahren für einen erweiterten Fokus auf Verkehrserziehung in Schulen. „Immer mehr Kinder zeigen motorische Defizite, während die Anforderungen an die Verkehrsteilnahme steigen“, erklärt Lühmann. „Um dem entgegenzuwirken, müssen wir sicherstellen, dass die Mobilitätsbildung lückenlos in den Schulalltag integriert wird. Verkehrsunterricht rettet Leben!“ Ihre Organisation bietet bereits Programme, die früh in der Kita beginnen und bis zur Radfahrausbildung in der Grundschule reichen. Jedoch sieht die DVW den Sekundarbereich als unzureichend bedient an.
Schulisches Radfahrtraining gefordert
Um den hohen Unfallzahlen bei Jugendlichen entgegenzuwirken, fordert die DVW ein verpflichtendes Radfahrtraining in weiterführenden Schulen. Diese Forderung spiegelt sich in den Ergebnissen der Umfrage wider, in der Lehrkräfte sich für eine verstärkte Integration von Mobilitätsbildung aussprechen. Lühmann warnt jedoch vor einer Herausforderung bei der praktischen Umsetzung: „Es mangelt an Ressourcen, Zeit und Personal in den Schulen. Wir müssen die Mobilitätsbildung stärker priorisieren und auch außerschulische Partner aktiv einbeziehen, was auch von vielen Lehrern gewünscht wird.“.
Jahresthema Gebündelter Einsatz für Schulwegsicherheit
Zusätzlich hat sich die DVW das Jahresthema „Sicher zur Schule“ für 2026 gesetzt. Ziel ist es, die Mobilitätserziehung in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die vielen bereits bestehenden Projekte und Aktionen sichtbarer zu machen. Mit umfangreichen Materialien des Verkehrswacht-Verlags VMS will die DVW die Schulwegsicherheit weiter verbessern und Kooperationen mit Lehrkräften und Eltern fördern, um Kindern eine selbstbestimmte Mobilität zu vermitteln.

