Anlässlich des Gedenkens an das Tschernobyl-Unglück verstärkt die niedersächsische Landesstiftung ihre Hilfe für ukrainische Kinder. Seit dem Beginn des Krieges 2022 leistet die Stiftung wichtige Unterstützung für Krankenhäuser in der Westukraine.
Unterstützung für verletzte Kinder in der Ukraine
Die niedersächsische Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“ wurde 1992 gegründet, um den Folgen des Reaktorunglücks entgegenzuwirken. Nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 erweiterte die Stiftung ihren Fokus, um den Bedürfnissen verletzter und traumatisierter Kinder gerecht zu werden. In der Westukraine stehen die medizinischen Einrichtungen vor enormen Herausforderungen, da sie häufig Ziel militärischer Angriffe sind. Dr. med. Thomas Buck, Vorsitzender des Kuratoriums, betont, dass die Unterstützung nicht nur wichtig, sondern notwendig ist.
Medizinische Versorgung unter schwierigen Bedingungen
Die Landesstiftung stellt verschiedene medizintechnische Geräte zur Verfügung, darunter Ultraschallgeräte und Endoskope, um die medizinische Versorgung der betroffenen Kinder sicherzustellen. Die Kliniken behandeln akute Verletzungen, einschließlich chirurgischer Eingriffe, und bieten Rehabilitationsmaßnahmen für körperlich beeinträchtigte Kinder an. Laut Buck zeigen die ukrainischen Ärzte bemerkenswerten Einsatz und Hingabe, um auch in Krisenzeiten eine hochwertige medizinische Betreuung zu gewährleisten.
Langfristige Hilfe und Schulungsprojekte
Gesundheitsminister Dr. med. Andreas Philippi hebt hervor, dass die Folgen des Krieges nicht nur körperlicher Natur sind. Die Stiftung engagiert sich daher auch in der Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen, um den sensiblen Umgang mit traumatisierten Kindern zu fördern. Minister Philippi lobt die langfristige Ausrichtung der Stiftung, die den Wert der Menschlichkeit und die Wichtigkeit nachhaltiger Hilfe auch in Krisenzeiten betont.

