In Geeste wird eine kostenlose Qualifizierung zum Nachbarschaftshelfenden angeboten. Diese Initiative ermöglicht es Privatpersonen, in der häuslichen Pflege aktiv zu werden und ihre Leistungen über die Pflegekassen abzurechnen.
Neue Möglichkeiten in der häuslichen Pflege
Die Gemeinde Geeste eröffnet durch gesetzliche Änderungen neue Perspektiven für die häusliche Pflegequalität. Ab sofort können auch Privatpersonen als Nachbarschaftshelfer arbeiten, nachdem sie an einem speziellen Qualifizierungskurs teilgenommen haben. Dies ermöglicht es ihnen, ihre erbrachten Dienstleistungen direkt über die Pflegekassen abzurechnen.
Finanzielle Vorteile für Pflegebedürftige
Aktuell stehen Pflegebedürftigen mit einem Pflegegrad monatlich 131 € als Entlastungsbetrag zur Verfügung. Oft sind diese Mittel jedoch schnell erschöpft, wenn professionelle Dienste in Anspruch genommen werden müssen, die mit Stundensätzen von rund 40 € zu Buche schlagen. Im Gegensatz dazu können Nachbarschaftshelfende eine Vergütung von 11,80 € pro Stunde einreichen – dies entspricht 85 % des Mindestlohns und ist im Rahmen der Ehrenamtspauschale steuerfrei. Damit erhalten Pflegebedürftige in Geeste deutlich mehr Unterstützung, als es durch herkömmliche Dienste möglich wäre, die häufig unter Kapazitätsengpässen leiden.
Hohe Nachfrage und weitere Kurse in Aussicht
Die Nachfrage nach Nachbarschaftshelfern in Geeste ist bereits groß. Der anstehende Kurs des Landkreises Emsland am 15. April ist nahezu ausgebucht. Ein weiterer Kurstermin könnte in den kommenden Monaten stattfinden, sofern mindestens 12 interessierte Bürger aus Geeste sich anmelden. Sollte die Mindestanzahl nicht erreicht werden, besteht die Möglichkeit, die Interessierten in den regulären Herbstkurs in Meppen zu vermitteln.
Gemeindebürger, die sich für eine Qualifizierung zum Nachbarschaftshelfenden interessieren, sind aufgerufen, sich zeitnah zu melden. Für Fragen steht Helma Jansen von der Freiwilligenagentur Geeste unter Telefon 05937/69-194 oder per E-Mail an [email protected] zur Verfügung.

