Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Wirtschafts-Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier haben heute die Georgsmarienhütte GmbH besucht. Im Fokus standen die energiepolitischen Herausforderungen und die Rolle der Stahlindustrie für die Verteidigungswirtschaft.
Austausch über die Zukunft der Stahlindustrie
Während ihres Besuchs in der Georgsmarienhütte GmbH tauschten sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier mit der Unternehmensführung über die industriepolitischen Herausforderungen der deutschen Stahlindustrie aus. Ein zentrales Thema waren die international wettbewerbsfähigen Energiepreise, die entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Branche sind. Die Minister betonten die Notwendigkeit, die Stahlindustrie als Schlüsselakteur in der Verteidigungswirtschaft zu stärken.
Besichtigung des Elektrolichtbogenofens
Im Rahmen des Besuchs erhielten die Politiker auch einen Einblick in die renommierten Produktionsabläufe des Unternehmens. Der Elektrolichtbogenofen, das Herzstück der Stahlherstellung in Georgsmarienhütte, steht dabei für nachhaltige Innovationen in der Branche. Hier wird hauptsächlich Stahlschrott eingeschmolzen und zu hochwertigem Stahl umgewandelt. Diese Methode ermöglicht signifikante CO₂-Einsparungen im Vergleich zur herkömmlichen Hochofenproduktion und fördert die Kreislaufwirtschaft.
Gemeinsame Anstrengungen für die Transformation
Minister Pistorius hob hervor: „Unsere Verteidigungsfähigkeit benötigt eine starke Industrie. Unternehmen wie Georgsmarienhütte zeigen, dass Nachhaltigkeit und industrielle Stärke gleichzeitig erreicht werden können.“ Staatssekretär Wunderling-Weilbier ergänzte, dass die Transformation zu einer klimafreundlichen Produktion in vollem Gange sei. “Wir stehen den Unternehmen in dieser Veränderungsphase bei und fördern die Schaffung grüner Leitmärkte für CO₂-reduzierten Stahl“, betonte er.
Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe, forderte marktgerechte Rahmenbedingungen für die Stahlproduktion und appellierte an Politik und Gesellschaft, die Transformation hin zu „Green Steel“ aktiv zu unterstützen. “Nur durch bezahlbare Energiepreise können wir Klimaschutz, industrielle Wertschöpfung und Versorgungssicherheit langfristig miteinander vereinbaren“, so Becker weiter.
Zusätzlich fand ein Austausch mit den Betriebsräten der GMH Gruppe statt, bei dem die Herausforderungen des industriellen Wandels und die Perspektiven der Beschäftigten thematisiert wurden.

