In Deutschland leiden rund 6,7 Millionen Menschen an Asthma. Trotz Behandlung haben viele Betroffene anhaltende Beschwerden. Ein Blick auf die richtigen Therapieansätze kann helfen, die Symptome besser zu kontrollieren.
Asthma: Ein wachsendes Problem
Die Anzahl der Asthma-Erkrankungen in Deutschland ist in den letzten Jahren um 17 Prozent gestiegen. Aktuell leben etwa 6,7 Millionen Menschen mit dieser chronischen Erkrankung. Insbesondere 625.000 Patienten haben daher mit schwerem Asthma zu kämpfen. Ein häufiges Missverständnis ist, dass Asthmatiker mit Symptomen wie Husten, Atemnot oder Engegefühl in der Brust leben müssen. Tatsächlich kann Asthma gut kontrolliert werden, wenn die Therapie regelmäßig überprüft und optimiert wird.
Therapie anpassen: Warnzeichen ernst nehmen
Hält das Beschwerden trotz einer medikamentösen Therapie an, liegt oft eine unzureichende Asthmakontrolle vor. Eine aktuelle Versorgungsanalyse zeigt, dass bis zu 15 Prozent der Patienten mit schwerem Asthma deutschlandweit unzureichend behandelt sind. Warnzeichen sind unter anderem häufige nächtliche Beschwerden und ein verstärkter Bedarf an Notfallmedikation. Diese Symptome sollten von den Betroffenen ernst genommen werden. Die Experten empfehlen eine individuelle Anpassung der Therapie, um eine nahezu symptomfreie Lebensweise zu erreichen.
Moderne Behandlungsoptionen
Die moderne Medizin bietet vielfältige Behandlungsmöglichkeiten für Asthmatiker. Neben inhalativen Therapien werden auch Biologika-Therapien empfohlen, insbesondere bei Patienten, deren Asthma trotz hochdosierter inhalativer Medikamente nicht ausreichend kontrolliert ist. Hinweise auf die Risiken einer langfristigen Kortisontherapie zeigen, dass alternative Therapieformen bevorzugt werden sollten. Notfallsprays wie Salbutamol sind für akute Beschwerden wichtig, sollten jedoch nicht zur täglichen Routine gehören.
Für eine effektive Überprüfung der Asthmakontrolle kann ein wissenschaftlich validierter Asthma-Kontroll-Fragebogen genutzt werden. Betroffene können diesen anonym online durchführen. Bei weiterhin bestehenden Beschwerden sollten Patienten dringend einen Arzt aufsuchen, um die Therapie zu optimieren. Regelmäßige Kontrollen sind entscheidend, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

