Deutsche Umwelthilfe klagt gegen McDonald’s wegen Greenwashing

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage gegen McDonald’s eingereicht und wirft dem Fast-Food-Riesen Greenwashing vor. Das Unternehmen warb mit Klimaneutralität bis 2050, ohne konkreten Maßnahmenplan zu präsentieren.

DUH kritisiert vage Versprechen von McDonald’s

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Landgericht München I Klage gegen die McDonald’s Deutschland LLC eingereicht. Der Vorwurf: dreistes Greenwashing und irreführende Zukunftsversprechen. Der Konzern bewirbt sich auf seiner Webseite mit einer Klimaneutralität ab 2050, jedoch fehlen konkrete Angaben zu Maßnahmen und Zwischenschritten, wie diese Ziele tatsächlich erreicht werden sollen. Laut der DUH sind die präsentierten Maßnahmen unzureichend und nicht überprüfbar.

Unzureichende Maßnahmen und fehlende Transparenz

McDonald’s macht das Klimaziel hauptsächlich an allgemein gehaltenen Beispielen wie Ökostrom oder einer optimierten Verpackung fest, ohne diese quantifizieren zu können. Dies sei nicht ausreichend, um das Klima-Versprechen glaubhaft zu untermauern. Die DUH unterstreicht, dass das Unternehmen keine verbindlichen Mittel an die Hand gibt, um die angestrebten Emissionsreduktionen zu belegen. Auch wenn McDonald’s auf eine schriftliche Aufforderung der DUH hin seine Werbung geändert hat, gibt es bislang keinerlei Erklärung, die das Unternehmen verpflichtet, falsche Darstellungen zu vermeiden.

Verantwortung im Umgang mit Klimazielen

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, fordert mehr Klarheit und Verantwortung von McDonald’s: „Der Global Player McDonald’s will viel erreichen, doch der Weg in die grüne Zukunft bleibt für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nachvollziehbar.“ Die DUH betont, dass 90 Prozent der CO2-Emissionen des Unternehmens in der vorgelagerten Wertschöpfungskette anfalle. Eine tatsächlich nachhaltige Unternehmensführung müsse durch transparente und nachvollziehbare Transformationspläne erfolgen, anstatt nur durch geschönte Marketingaussagen zu glänzen.

Agnes Sauter, die Leiterin der Ökologischen Verbraucherberatung der DUH, ergänzt: „Unternehmen, die mit Zukunftsversprechen werben, müssen alle notwendigen Maßnahmen und Ziele transparent offenlegen und regelmäßig überprüfen lassen.“ Nur so könne glaubwürdige Nachhaltigkeit gewährleistet werden.

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