Fünfter Pflegetisch Spelle: Neue Projekte für die Region

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Der fünfte Pflegetisch in der Samtgemeinde Spelle fand kürzlich statt und brachte zahlreiche Akteure aus den Bereichen Pflege und Ehrenamt zusammen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, aktuelle Herausforderungen zu erörtern und gemeinsam konkrete Maßnahmen für die Region zu entwickeln.

Vernetzung und Lösungsansätze im Mittelpunkt

Mehr als zwanzig Vertreterinnen und Vertreter aus der Pflege-, Gesundheits- und Ehrenamtsbranche haben sich im Wöhlehof in Spelle getroffen, um über aktuelle Themen und Herausforderungen zu diskutieren. Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils begrüßte die Teilnehmenden und hob die Bedeutung des Pflegetisches als Netzwerkplattform hervor, die den Austausch und die Entwicklung praxisnaher Lösungen fördert.

Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Initiative „EmslandCare“, ein landkreisweites Projekt zur Entlastung der hausärztlichen Versorgung. Vor Ort ist bereits der Pflegestützpunkt aktiv, der jeden zweiten und vierten Montag im Monat von Melanie Schulten betrieben wird. Sie steht Besuchern im Rathaus als Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Pflege zur Verfügung. Auch die Einrichtung einer psychosozialen Beratungsstelle in der Samtgemeinde Spelle ist für dieses Jahr geplant.

Ehrenamtliche Projekte in der Mobilität

Ein weiteres Thema war die Entwicklung eines ehrenamtlichen Fahrdienstes, der älteren Menschen in der Region eine bessere Mobilität ermöglichen soll. Dazu wird ein Netzwerk aus freiwilligen Fahrern und Koordinatoren angestrebt. Besonders wichtig ist es, den Alltag von Senioren zu erleichtern und soziale Kontakte zu fördern.

Techniksicherheit im Auto für Seniorinnen und Senioren war ebenfalls ein wichtiges Anliegen. Geplant sind Veranstaltungen, bei denen technikaffine Ehrenamtliche den älteren Teilnehmenden erklären, wie sie die Funktionen moderner Fahrzeuge nutzen können. Diese Niedrigschwellen-Angebote sollen in Spelle, Schapen und Lünne stattfinden.

<h2Gründung eines Netzwerks für pflegende Angehörige

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Gründung eines Netzwerks für pflegende Angehörige. Ziel dieses Netzwerks ist es, eine Selbsthilfegruppe zu schaffen, die regelmäßige Treffen und Austauschmöglichkeiten bietet. So sollen Betroffene besser vernetzt und entlastet werden, während gezielte Informationen bereitgestellt werden. Um das Netzwerk effektiv zu gestalten, gilt es nun, die erforderlichen Strukturen und Ressourcen zu planen.

Der Pflegetisch hat erneut gezeigt, wie aus gemeinsamen Ideen konkrete Projekte für die Region entstehen können. Die nächste Veranstaltung ist bereits für November 2023 geplant. Interessierte, die sich bei den Projekten engagieren möchten oder Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, können sich bei Ehrenamtskoordinatorin Kerstin Pfeiffer melden.

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