Die Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtet, dass die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im April 2026 schwach bleibt. Trotz eines leichten Rückgangs der Arbeitslosenzahl zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine besorgniserregende Entwicklung.
Arbeitslosigkeit bleibt auf hohem Niveau
Die Arbeitslosenzahl ist im April 2026 um 13.000 auf 3.008.000 gesunken, jedoch ist im saisonbereinigten Vergleich eine Zunahme um 20.000 Personen gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote verbleibt stabil bei 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen um 77.000 gestiegen, was eine Erhöhung von 0,1 Prozentpunkten in der Arbeitslosenquote zur Folge hat. Laut dem Statistischen Bundesamt lag die Erwerbslosenquote im März 2026 bei 4,2 Prozent.
Unterbeschäftigung und Kurzarbeit
Die Unterbeschäftigung, die auch Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit beinhaltet, ist im April saisonbereinigt um 12.000 gestiegen, wodurch die Zahl auf 3.665.000 anwuchs. Im Bereich Kurzarbeit zeigen aktuelle Daten, dass vom 1. bis zum 26. April für 28.000 Beschäftigte kurzfristige Arbeitsausfälle gemeldet wurden. Im Februar 2026 erhielten 156.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld, was einen Anstieg von 11.000 gegenüber dem Vormonat und einen Rückgang von 114.000 im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Erwerbstätigkeit und Ausbildungsmarkt unter Druck
Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass die Erwerbstätigenzahl im März 2026 saisonbereinigt um 25.000 auf 45,66 Millionen Personen gesunken ist, was einem Rückgang von 182.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat ebenfalls abgenommen, während die Zahl geringfügig entlohnter Angestellter von Januar bis Februar auf 7,47 Millionen gesunken ist. Gleichzeitig haben sich seit Oktober 2025 bei den Agenturen für Arbeit 357.000 Bewerber für Ausbildungsstellen gemeldet, jedoch blieben 211.000 ohne Angebot. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Zahl der Ausbildungsstellen derzeit unvollständig abgebildet wird und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent sinkt.

