Bundesregierung muss Kreislaufwirtschaft voranbringen

Anzeige

Anlässlich der IFAT fordert die DIHK von der Bundesregierung, die Kreislaufwirtschaft in Deutschland aktiv zu fördern. Die bestehenden Unsicherheiten behindern wertvolle Investitionen und bremsen wirtschaftliche Fortschritte.

Stagnation in der Kreislaufwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft wartet seit über zwei Jahren auf das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS). Sebastian Bolay, Bereichsleiter der DIHK, kritisiert: „Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode bislang keinerlei nennenswerte Impulse gesetzt, um dem Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Deutschland den nötigen Schwung zu verleihen.“

Diese Stagnation gefährdet nicht nur die Ziele der NKWS, sondern auch die Planungssicherheit der Unternehmen. Viele Betriebe engagieren sich bereits für die Entwicklung recyclingfähiger Produkte, die Optimierung von Prozessen und neue Geschäftsmodelle. Um der Transformation zur Circular Economy den nötigen Schub zu geben, benötigt die Wirtschaft jedoch klare Signale und Entscheidungen der Politik.

Sichere Stoffkreisläufe als Schlüssel

Eines der zentralen Anliegen, das die DIHK in Bezug auf das Aktionsprogramm der NKWS anführt, betrifft die sichere Ausgestaltung der Stoffkreisläufe. Insbesondere die Reduzierung von Brand- und Sicherheitsrisiken im Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien ist für die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. „Hier brauchen die Betriebe klare rechtliche Vorgaben, praktikable Standards und eine bessere Verzahnung von Produktverantwortung, Abfallrecht und Arbeitsschutz“, so Bolay weiter.

Um funktionierende und akzeptierte Kreisläufe zu schaffen, müssen Sicherheit, Ressourcenschutz und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen. Der DIHK-Bereichsleiter weist darauf hin, dass richtig umgesetzte Maßnahmen langfristig positiv auf den Wirtschaftsstandort Deutschland wirken können. „Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie kann entscheidend dazu beitragen, Innovationen in Schlüsselbranchen wie der Umwelttechnologie zu fördern und die Resilienz der Lieferketten zu stärken“, erklärt er.

DIHK als konstruktiver Partner

Die DIHK hat sich vorgenommen, die Umsetzung des Aktionsprogramms aktiv zu begleiten. Ziel ist es, ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit in Einklang zu bringen. Bolay betont, dass nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft die ambitionierten Ziele der Kreislaufwirtschaft tatsächlich realisiert werden können.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel