In der Gedenkstätte Esterwegen wird am 17. Mai die Ausstellung „Picturing the Unimaginable“ eröffnet. Zehn zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zeichnen Geschichten von ehemaligen Konzentrationslagern nach.
Wichtige Themen durch Comics
Die Graphic-Novel-Ausstellung bringt die Geschichten aus drei ehemaligen Konzentrationslagern in den Mittelpunkt: dem KZ Neuengamme in Deutschland, der Kazerne Dossin in Belgien und dem Lager Westerbork in den Niederlanden. Diese Lager dienten als Sammelpunkte, in denen jüdische Bürgerinnen und Bürger vor ihrer Deportation leben mussten.
Eröffnung mit Impulsvortrag
Bas Kortholt, Historiker und Kurator der Ausstellung, wird am Sonntag, den 17. Mai, um 15 Uhr die Sonderausstellung eröffnen. Im Rahmen eines Impulsvortrags wird Kortholt Einblicke in die Hintergründe der Ausstellung geben und die Bedeutung des künstlerischen Ansatzes beleuchten.
Ein kreatives Gedenken
Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein Comic, der 1944 von August M. Fröhlich erstellt wurde und die Ankunft eines Deportationszuges in einem Vernichtungslager illustriert. Die modernen Comic-Künstlerinnen und -Künstler, darunter Erik de Graaf und Melanie Kranenburg, haben sich von diesem historischen Werk inspirieren lassen und ihre eigenen Geschichten geschaffen. Diese setzen sich mit den Biografien und Schicksalen der Menschen in den Konzentrationslagern auseinander.
Die Ausstellung wird vom 17. Mai bis 6. Dezember in der Gedenkstätte Esterwegen zu sehen sein. Der Eintritt zur Ausstellung sowie zur Eröffnungsrede ist frei.
Das Projekt „Picturing the Unimaginable“ ist ein Gemeinschaftsprojekt, das von der Gedenkstätte Kamp Westerbork initiiert und in Zusammenarbeit mit mehreren Institutionen umgesetzt wurde. Es wird gefördert durch Dutch Culture, Mondriaan Fund sowie die niederländische Botschaft in Belgien.

