Hungerkrise im Tschad: Kinder bedroht durch USAID-Stopp

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Der Tschad kämpft mit einer akuten Ernährungsnot, die durch den Wegfall der US-Entwicklungshilfe verschärft wird. Angesichts der dramatischen Situation finden viele Kinder in Flüchtlingslagern keinen Zugang zu lebenswichtiger Versorgung.

Ein Land in Not: Der Tschad und seine Herausforderungen

Der Tschad, eines der ärmsten Länder der Welt, leidet unter extremen klimatischen Bedingungen und Konflikten in den Nachbarländern. Die wirtschaftliche Instabilität hat dazu geführt, dass das Land nicht einmal die Grundbedürfnisse von Geflüchteten und Vertriebenen decken kann. Mit fast 80 Prozent armutsbetroffenem Bevölkerung und rund 1,5 Millionen Geflüchteten stellt sich die humanitäre Situation als katastrophal dar.

Auswirkungen des USAID-Stopps auf die Nahrungsmittelversorgung

Cyrille Roassoum Ngarbim, Koordinator für Humanitäre Hilfe bei den SOS-Kinderdörfern im Tschad, beschreibt die Folgen der Streichungen: „Wegen der USAID-Streichungen ist vielerorts die Nahrungsmittelhilfe eingestellt worden. Kinder irren hungrig durch die Camps.“ Der Wegfall amerikanischer Hilfen hat die ohnehin angespannte Lage entscheidend verschärft. Hilfsorganisationen wie die SOS-Kinderdörfer stehen vor enormen Herausforderungen, da sie immer weniger Ressourcen für die wachsende Bevölkerung zur Verfügung haben.

Die besorgniserregende Lage in den Flüchtlingscamps

In der Grenzregion Quaddai, die viele sudanesische Geflüchtete aufnimmt, sind besonders Frauen und Kinder betroffen. Alain Routoumbaye, Projektleiter der SOS-Kinderdörfer in der Region, betont, dass die Kürzungen bei den US-Finanzmitteln viele humanitäre Projekte gefährden. Die Schulung und Betreuung von Kindern in den sogenannten „Child Friendly Spaces“ wird durch fehlende Ressourcen stark eingeschränkt. Die Gesundheitsversorgung leidet enorm: „Wenn ein krankes Kind an ein Zentrum überwiesen werden muss, das schließen musste, gefährdet das sein Leben,“ erklärt Routoumbaye.

Die SOS-Kinderdörfer reagieren auf den dramatischen Bedarf, indem sie die Zahl der Mitarbeiter in den Camps erhöhen und mehr Community-Mitarbeiter einsetzen. Diese helfen den geflüchteten Familien, den Zugang zu notwendigen Dienstleistungen zu erhalten. Doch ohne internationale Unterstützung wird die humanitäre Notlage weiter eskalieren. „Die internationale Gemeinschaft muss jetzt handeln, sonst werden viele sterben,“ so die eindringlichen Worte von Ngarbim und Routoumbaye.

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