Aktuelle Studien belegen, dass die Hauptquelle für PFAS-Belastungen beim Menschen Nahrungsmittel sind. Das Trinkwasser in Deutschland bleibt jedoch sicher, dank der strikten Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte.
PFAS: Ewigkeitschemikalien und ihre Risiken
PFAS, auch bekannt als ‚Ewigkeitschemikalien‘, stellen ein zunehmendes Umweltproblem dar. Laut Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser beim BDEW, sind diese Substanzen hochpersistent und reichern sich über Jahre in der Umwelt an. Einmal eingetragen, sind sie schwer abzubauen und können sowohl Mensch als auch Natur schädigen.
Trinkwasser bleibt sicher
Trotz der strengen Überwachung bleibt das Trinkwasser in Deutschland sicher. Weyand betont, dass die gesetzlichen Bestimmungen der Trinkwasserverordnung dafür sorgen, dass die Versorgung mit Trinkwasser auch bei Belastungen durch PFAS gesundheitlich unbedenklich bleibt. Die Wasserversorger halten die festgelegten Grenzwerte strikt ein, was bedeutet, dass Menschen das Trinkwasser lebenslang gefahrlos konsumieren können.
Nahrungsmittel als Hauptaufnahmequelle
Neue wissenschaftliche Gutachten, unter anderem vom Hygieneinstitut des Uniklinikums Bonn sowie eine Studie der EU-Kommission, belegen jedoch, dass der Hauptaufnahmepfad von PFAS für den Menschen die Nahrung ist. Diese Studien zeigen, dass die Aufnahme von PFAS über Lebensmittel die über Trinkwasser um ein Vielfaches übersteigt. Um die Bürger nachhaltig zu schützen, sei eine Reduzierung der PFAS-Belastung an der Quelle notwendig.
Weyand fordert ein europaweites Verbot von PFAS sowie eine konsequente Herstellerverantwortung. Die Implementierung umweltfreundlicherer Produktionsmethoden und eine drastische Reduktion der Einträge dieser Chemikalien in die Umwelt seien entscheidend, um sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die des Ökosystems zu gewährleisten.

