Pferdesport Deutschland: Finanzplus und neue Strategien

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Pferdesport Deutschland auf Erfolgskurs: Finanzplus und neue Wege für die Zukunft

Die Stimmung beim deutschen Pferdesport ist derzeit hervorragend. Das wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung in Bad Dürkheim deutlich. Der Verband blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück und stellt gleichzeitig die Weichen für die kommenden Herausforderungen. Mit einem deutlichen finanziellen Plus und innovativen Ideen für die Mitgliederbetreuung zeigt sich Pferdesport Deutschland gut gerüstet für alles, was vor der Tür steht. Vor allem das Jahr 2026 verspricht, ein echtes Highlight für alle Fans und Aktiven zu werden.

Stabile Finanzen und eine neue Identität für Mitglieder

Ein zentraler Punkt der Versammlung war der Kassensturz für das vergangene Jahr. Vorstand und Präsident Martin Richenhagen konnten verkünden, dass das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 517.000 Euro abgeschlossen wurde. Dieses positive Ergebnis ist ein wichtiges Signal für die Stabilität des Verbandes. Es gibt dem Präsidium den nötigen Spielraum, um in wichtige Projekte zu investieren. Die Entlastung der Führungsgremien erfolgte dementsprechend einstimmig – ein Zeichen für großes Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft.

Neben dem Geldbeutel ging es aber auch um die Gemeinschaft selbst. Annett Schellenberger, die Vize-Präsidentin der Persönlichen Mitglieder (PM), stellte spannende Pläne vor. Der Bereich der Persönlichen Mitglieder wird sich grundlegend wandeln und zum „Pferdesport Deutschland Club“ weiterentwickeln. Damit geht nicht nur ein neuer Name einher, sondern auch ein frisches Design und ein neues Magazin. Ziel ist es, die Mitglieder noch enger an den Sport zu binden und ein modernes Umfeld für alle Pferdefreunde zu schaffen. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen ist seit Anfang des Jahres bereits sehr positiv, was diesen Kurs bestätigt.

Sportliche Höhepunkte und der Weg nach Olympia

Der Blick richtet sich nun verstärkt auf das laufende und das kommende Jahr. Besonders der Leistungssport steht vor einer spannenden Zeit. In weniger als 100 Tagen beginnen die Weltmeisterschaften in Aachen. Dies ist das absolute Top-Ereignis des Jahres und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Damit die Fans ihre Teams lautstark unterstützen können, gibt es bereits neue offizielle Fanshirts. Doch Aachen ist nur ein Teil der großen Planung.

Ein wichtiges Datum ist der 26. September. Dann wird entschieden, mit welcher Stadt Deutschland ins Rennen um die Olympischen Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 geht. Für den Pferdesport ist die Teilnahme an Olympia von enormer Bedeutung, da sie die öffentliche Wahrnehmung und Förderung maßgeblich beeinflusst. Um den Nachwuchs fit für die Zukunft zu machen, wurde zudem die Initiative „Road2LA“ ins Leben gerufen. Sie soll gezielt Paare aus Reiter und Pferd fördern, damit Deutschland auch bei den Spielen 2028 in Los Angeles (LA) wieder ganz vorne mitmischt.

Herausforderungen in der Zucht und im Vereinsrecht

Auch abseits der großen Turnierplätze gibt es viel zu tun. Im Bereich der Zucht gab es Anpassungen an der Zuchtverbandsordnung (ZVO). Ein neu berufener Sprecherrat wird sich künftig um die Belange der Züchter kümmern. Hier geht es vor allem darum, den Sport und die Zucht modern und zukunftsfähig zu gestalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf dem Tierwohl. Das zeigt sich unter anderem darin, dass der Verband Sperren gegen Reiter übernimmt, die nicht pferdegerecht mit ihren Tieren umgehen, wie im aktuellen Fall der Springreiterin Alessandra Reich.

Ein Thema, das viele Vereine direkt betreffen könnte, kommt aus dem Steuerrecht. Ein Urteil des Bundesfinanzhofs sorgt derzeit für Unruhe. Es geht darum, ob Teile von Mitgliedsbeiträgen künftig der Umsatzsteuer unterliegen, wenn der Verein dafür konkrete Gegenleistungen erbringt – zum Beispiel die Nutzung der Reithalle. Pferdesport Deutschland informiert seine Mitglieder hierüber intensiv, um finanzielle Nachteile für die Vereine abzuwenden. Gleichzeitig setzt sich der Verband in einem breiten Bündnis für die Zukunft der Weidetierhaltung ein. Denn ohne ausreichend Weideflächen wäre der Pferdesport, wie wir ihn kennen, kaum denkbar.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Pferdesport in Deutschland ist in Bewegung. Ob finanzielle Erfolge, neue Strukturen für Mitglieder oder die großen sportlichen Ziele in Aachen und auf dem Weg nach Olympia – der Verband zeigt sich aktiv und wandlungsfähig. Die Mischung aus Tradition und dem Mut zu neuen Wegen scheint aufzugehen.

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