Die Stadt Rhede nimmt den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Rhede-Süd in Angriff. Der Rat hat beschlossen, einen Generalplaner zu beauftragen, um den Neubau voranzutreiben.
Neubauten für aktuelle Sicherheitsstandards
Die beiden bestehenden Feuerwehrgerätehäuser in Rhede sind veraltet und entsprechen nicht mehr den heutigen Vorschriften für Arbeitsschutz und Unfallverhütung. Das hat die Stadtverwaltung veranlasst, zwei neue Gebäude zu planen: eine Hauptwache im Norden und ein Gerätehaus in Rhede-Süd, das zwischen dem Krommerter Weg und dem Voßkamp entstehen soll. In der letzten Ratssitzung wurde der Beschluss gefasst, einen Generalplaner zu beauftragen, was den offiziellen Start für dieses wichtige Infrastrukturprojekt markiert.
Dringender Handlungsbedarf im Brandschutz
„Das Thema Brandschutz ist seit einiger Zeit ein zentrales Anliegen der Stadtverwaltung“, erklärt Beigeordneter Hubert Wewering. Eine Bestandsanalyse aus dem Jahr 2022 hatte eindeutig ergeben, dass die Feuerwehr in Rhede dringend neue Gerätehäuser benötigt. Die vorhandenen Standorte liegen ungünstig und keine wirtschaftliche Renovierung der alten Gebäude in Krechting oder auf dem Kirmesplatz ist möglich.
Der Bedarf an einem neuen Feuerwehrgerätehaus ist besonders im Norden und Osten der Stadt ausgeprägt, wo die angestrebte Hilfsfrist von acht Minuten oft nicht eingehalten werden kann. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde zuletzt der Grundsatzbeschluss für den Neubau gefasst, wobei das Gerätehaus in Krechting zuerst ersetzt wird. Der neue Standort in Rhede-Süd wird viele Vorteile bieten, darunter eine bessere Erreichbarkeit für das südliche Stadtgebiet.
Ein flexibles und wirtschaftliches Bauverfahren
Die Stadtverwaltung plant, im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung einen Generalplaner zu beauftragen. Dieser soll nicht nur die Architekturleistungen übernehmen, sondern auch die Planung für Gebäudetechnik und Freianlagen koordinieren. Architekt Recep Bayraktar hebt hervor, dass die Einbeziehung regionaler Büros und Unternehmen oft zu einem besseren Ergebnis bei der Ausschreibung führt.
Das Projektteam rechnet mit Baukosten von etwa 10 Millionen Euro, wobei darauf geachtet wird, dass das neue Gebäude funktional und langlebig ist. Der Beigeordnete Wewering betont: „Es wird kein Luxus, sondern ein solides und zweckmäßiges Gebäude.“ Für die Freiwillige Feuerwehr wird der Bau signifikante strukturelle Änderungen mit sich bringen. So werden in der neuen Feuerwache Süd statt zwei nun sieben Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge zur Verfügung stehen, womit auch die Mannschaftsgröße des Löschzugs Süd deutlich wachsen kann.
Mit einem voraussichtlichen Baubeginn im nächsten Jahr könnte das neue Gerätehaus bereits 2029 in Betrieb genommen werden. Im Anschluss sollen die Planungen für das neue Hauptfeuerwehrgerätehaus im Rheder Norden aufgenommen werden. Dies stellt einen wesentlichen Schritt zur Verbesserung der Brandschutzinfrastruktur in Rhede dar.

