Kassenärztliche Vereinigung testet Physician Assistants

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Das Modellprojekt ‚Physician Assistants in Nordrhein‘ der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein erreicht einen wichtigen Meilenstein. Sechzehn Haus- und Facharztpraxen im Rheinland integrieren Akademiker und erproben deren Einsatz im Praxisalltag.

Physician Assistants im Praxiseinsatz

Im Rahmen des Modellprojekts ‚Physician Assistants in Nordrhein‘ erproben 16 Haus- und Facharztpraxen seit 2025 die Integration von Physician Assistants (PAs) in den ambulanten Versorgungsprozess. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Rolle von PAs in der Patientenversorgung zu analysieren und die Potentiale sowie Herausforderungen dieses Berufsbildes zu bewerten. Die teilnehmenden Praxen befinden sich in Städten wie Düsseldorf, Köln, Bonn und in ländlicheren Gebieten wie Bedburg-Hau und Nettersheim.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

PAs sind akademisch ausgebildete Gesundheitsfachkräfte, die Ärztinnen und Ärzten bei diagnostischen und therapeutischen Tätigkeiten unterstützen. Ihre Aufgaben reichen von der Durchführung delegierbarer Untersuchungen bis zur Patientenbetreuung chronisch kranker Menschen. Durch die Einbindung von PAs sollen Praxisteams entlastet und mehr Zeit für komplexe medizinische Fälle geschaffen werden.

Herausforderungen und Perspektiven

Das Projekt wird wissenschaftlich vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung begleitet. Die Evaluation, die seit Mai 2023 läuft, beleuchtet spezielle Herausforderungen wie unklare rechtliche Rahmenbedingungen und unzureichende Abrechnungsmöglichkeiten. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein plant, die Erkenntnisse aus dem Projekt in einen politischen Diskurs einzubringen, um die ambulante Versorgung nachhaltig zu verbessern. Der Handlungsbedarf ist groß: Über 400 hausärztliche Zulassungen in Nordrhein sind derzeit unbesetzt, während bis 2034 mehr als ein Drittel der aktiven Hausärzte aus dem aktiven Dienst ausscheiden wird.

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