Ziegler fordert Unterstützung für Berliner Universitäten

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Günther Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin, hat Reformen für die Berliner Universitäten gefordert. In einem aktuellen Interview wies er auf den enormen Handlungsbedarf hin, um die Hochschulbauten zu modernisieren.

Dringlichkeit der Maßnahmen

Im rbb24 Inforadio sprach Ziegler darüber, dass die jüngsten Vorfälle an der Technischen Universität ein Warnsignal für alle Berliner Hochschulen darstellen. „Wir benötigen über die nächsten Jahre hinweg insgesamt acht Milliarden Euro, um die Infrastruktur der Universitäten zu sanieren und instand zu setzen“, so Ziegler. Die Situation sei alarmierend, und es müsse schnell reagiert werden, um die Lehr- und Lernbedingungen für Studierende sowie Mitarbeitende zu verbessern.

Hochschulbaugesellschaft als Lösung

Ein zentrales Element, das Ziegler unterstützt, ist die Gründung einer Hochschulbaugesellschaft. Diese Institution soll die Verantwortung für Bau- und Sanierungsmaßnahmen an den elf öffentlichen Universitäten in Berlin übernehmen. „Diese Gesellschaft könnte uns helfen, die langfristige Planung und Finanzierung solcher Projekte zu realisieren. Auch Kredite könnten einfacher akquiriert werden“, erklärte der Präsident.

Kritik am aktuellen Entwurf

Jedoch äußerte Ziegler auch Bedenken zum aktuellen Entwurf der Hochschulbaugesellschaft. Er betonte, dass nicht alle Arbeiten zentralisiert werden sollten und die Verantwortung für kleinere Bauprojekte sowie das Gebäudemanagement weiterhin bei den Hochschulen bleiben müsse. „Es ist entscheidend, dass die Universitäten das nötige Geld und die Entscheidungsbefugnis über die kleineren Bauarbeiten behalten. Sonst verlieren wir die Handlungsfähigkeit vor Ort“, warnte er. Eine Überarbeitung des Gesetzentwurfs sei notwendig, um sicherzustellen, dass diese Aspekte gewahrt bleiben.

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