Die Welthungerhilfe präsentiert ihren neuen Wirkungsbericht, der aufzeigt, wie Hunger und Armut nachhaltig bekämpft werden können. Der Bericht untersucht 188 Projekte in 30 Ländern und betont die Wichtigkeit starker lokaler Systeme.
Langfristige Ansätze gegen Hunger
Der neue Wirkungsbericht der Welthungerhilfe belegt, dass Hunger und Armut durch ausgewählte Maßnahmen langfristig bekämpft werden können. Zwischen 2022 und 2024 wurden insgesamt 188 Projekte in 30 Ländern abgeschlossen, die mehr als 32 Millionen Menschen erreichten. Bettina Iseli, Programmvorständin der Welthungerhilfe, fordert in diesem Zusammenhang belastbare Belege für den Erfolg internationaler Zusammenarbeit. Sie betont, dass die Beseitigung von Hunger nicht durch isolierte Maßnahmen denkbar ist, sondern durch den Aufbau starker lokaler Systeme, die auch in Krisenzeiten bestehen bleiben.
Erfolgreiches Beispiel: Nutrition Smart CommUNITY
Ein herausragendes Beispiel für einen erfolgreichen Ansatz ist das Programm „Nutrition Smart CommUNITY“, das mit 829 Dorfgemeinschaften in Afrika und Asien umgesetzt wird. Durch die Verknüpfung von Ernährung, Landwirtschaft, Gesundheit und Hygiene ermöglichen die Dorfgemeinschaften, eigenständige Lösungen zu entwickeln. Diese ganzheitlichen Ansätze tragen nicht nur zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei, sondern fördern auch Schulbesuche und die Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen. Die Ergebnisse sind überzeugend: Der Anteil der Frauen mit ausgewogener Ernährung stieg von 13 auf 40 Prozent, und fast 130 Prozent mehr Familien erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Herausforderungen und Zukunftsstrategien
Obwohl die Fortschritte ermutigend sind, zeigt der Bericht auch die Herausforderungen auf, die den Fortschritt behindern. Konflikte, Klimakrisen und wirtschaftliche Instabilität müssen berücksichtigt werden. Daher setzt die Welthungerhilfe auf langfristige Partnerschaften und den Aufbau widerstandsfähiger lokaler Systeme anstelle kurzfristiger Einzelmaßnahmen. Der Wirkungsbericht stellt fest, dass die wirkungsvollen Ansätze auch unter Krisenbedingungen bestehen. Es wird betont, dass die Wirkung über den Projektzeitraum hinaus unbedingt aufrechterhalten werden muss, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Die Welthungerhilfe möchte zukünftige Projekte stärker auf lokale Resilienz und systemische Veränderungen ausrichten.

