Dynamischer Herstellerabschlag: Risiken für Patienten und Wirtschaft

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Ein geplanter dynamischer Herstellerabschlag könnte die Arzneimittelversorgung in Deutschland stark gefährden. Dominik Rosz, Experte bei Astellas, fordert die Bundesregierung auf, die Komplexität dieser Regelung zu berücksichtigen.

Besorgniserregende Berechnungen

Die Einführung eines dynamischen Herstellerabschlags im Rahmen des GKV-Sparpakets könnte tiefgreifende negative Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung sowie die Pharmabranche in Deutschland haben. Dominik Rosz, Lead Pricing and Access Strategy bei Astellas, appelliert dringend an die Bundesregierung, eine kritische Überprüfung der geplanten Regelung durchzuführen. Dies ist nicht nur mathematisch fragwürdig, sondern würde sich auch nachteilig auf die Patient:innen und die gesamte Wirtschaft auswirken.

Politische Verantwortung und Folgen

Rosz wies auf die potenziell hohen Herstellerabschläge hin, die in den kommenden Jahren bis zu 31 Prozent erreichen könnten. Diese Zahlen lassen kaum einen anderen Schluss zu, als dass die Regelung in der derzeitigen Form gefährlich ist. Solche hohen Abzüge könnten die Innovationskraft der Pharmaindustrie stark beeinträchtigen und damit die Verfügbarkeit neuer Medikamente gefährden. Die Politik sollte sich genau überlegen, welche Auswirkungen eine überstürzte Umsetzung dieser Regelung auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung haben könnte.

Populismus versus Realität

Ebenfalls in der Diskussion ist die Position von Krankenkassen-Chefs, wie Jens Baas von der Techniker Krankenkasse, der die Bundesregierung kritisiert, sie sei der Pharmaindustrie gegenüber nachlässig. Deren Forderung nach höheren Sparbeiträgen aus der Industrie wird von Rosz als populistisch und nicht mit den realen Zahlen gedeckt beschrieben. Solche Äußerungen gefährden nicht nur die wirtschaftliche Stabilität, sondern auch die Gesundheitsversorgung im Land.

In Anbetracht dieser Faktoren ist es unabdingbar, dass die Politik die weitreichenden Konsequenzen des dynamischen Herstellerabschlags und ähnlicher Regelungen sorgfältig abwägt, um letztlich im besten Interesse der Patient:innen und der gesamten Gesellschaft zu handeln.

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