Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verfolgt seit Jahren eine umstrittene Außenpolitik, die zunehmend auf Kritik stößt. Bei einem bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara wird diese Problematik erneut in den Fokus rücken.
Schaukelpolitik zwischen Russland, Ukraine und Westen
Seit dem Beginn des Krieges am 24. Februar 2022 hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine bemerkenswerte Schaukelpolitik zwischen Russland, der Ukraine und den westlichen Staaten betrieben. Seinen Einfluss nutzt er strategisch aus, um die Position der Türkei in der geopolitischen Landschaft zu festigen.
NATO-Gipfel in Ankara: Eine Herausforderung für die Wertegemeinschaft
Im Juli wird Erdogan die NATO-Partner zu einem Gipfeltreffen in Ankara empfangen. Während die NATO eine neue Rolle in der Abschreckung Russlands gefunden hat, scheinen die Erwartungen an Erdogans Rolle in diesem Kontext nicht ganz klar. Vor dem Hintergrund, dass die USA unter der Führung von Trump eine Distanz zu ihren europäischen Verbündeten gesucht haben, stellt Deutschland neue Bündnisse mit Mittelmächten wie der Türkei in den Vordergrund.
Neue Strategien zur Sicherheit und Militärkooperation
Der Besuch des Bundeskanzlers in der Türkei im Herbst vergangenen Jahres war Teil dieser neuen Strategie, die auf Sicherheit, Militärkooperation und wirtschaftliche Zusammenarbeit abzielt. Dabei bleibt die Frage im Raum stehen, welche Prioritäten die Türkei unter Erdogan tatsächlich verfolgt. Kritiker bemängeln, dass Erdogans Politik zunehmend autoritär wird, während der Westen mit Stillschweigen auf diese Entwicklungen reagiert.

