52 % der Deutschen planen Altersvorsorgedepot zu eröffnen

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Eine aktuelle Umfrage des digitalen Vermögensverwalters quirion zeigt, dass 52 % der Befragten Interesse an dem neuen Altersvorsorgedepot (AVD) haben. Ab dem 1. Januar 2027 wird das AVD die Riester-Rente ersetzen und ermöglicht erstmals kapitalmarktbasiertes Sparen mit staatlicher Förderung.

Hohe Abschlussbereitschaft für das Altersvorsorgedepot

Die Umfrage, durchgeführt von puls Marktforschung unter 1.004 förderberechtigten Personen zwischen 16 und 60 Jahren, offenbart, dass 46 % der Interessierten planen, direkt zum Start am 1. Januar 2027 einen Vertrag abzuschließen. Dies ist ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu den frühen Werten der Riester-Rente. Bei ihrer Einführung wollten Ende 2002 nur 16 % in eine Riester-Rente investieren.

Transparente Informationen und niedrige Gebühren im Fokus

Laut den Befragten sind transparente Produktinformationen und niedrige Gebühren die entscheidenden Kriterien bei der Wahl eines Altersvorsorgedepots. So fordern 59 % der Teilnehmer verständliche Informationen zu den Produkten, während 55 % Wert auf Kosten legen. Eine attraktive Rendite steht erst an vierter Stelle (48 %).

Matthias Lamberti, Chief Innovation & Product Manager bei quirion, sagt dazu: „Die Riester-Rente hat oft enttäuschte Renditeversprechen abgegeben; wir wollen dies mit dem AVD durch faire und kostengünstige Optionen ändern.“

Finanzielle Planung und Wechselbereitschaft

Die Umfrage zeigt zudem, dass im Durchschnitt 181 Euro pro Monat in das AVD eingezahlt werden sollen. Dabei planen Männer mit 223 Euro deutlich mehr als Frauen, die 124 Euro einzuplanen gedenken. Besonders investitionsfreudig sind Personen mit einem Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro, die 273 Euro pro Monat anstreben.

Das AVD bietet eine staatliche Grundzulage von bis zu 540 Euro pro Jahr, die durch kindbezogene Zulagen und einen Berufseinsteigerbonus ergänzt wird. 26 % der Befragten mit aktivem Riester-Vertrag überlegen, diesen ruhen zu lassen und parallel ein AVD zu eröffnen, während 22 % ihren Riester-Vertrag in ein AVD übertragen möchten.

Die Umfrage zeigt, dass das AVD nicht nur eine neue Möglichkeit zur Altersvorsorge darstellt, sondern auch eine Chance für Anbieter, durch faire Kostenstrukturen das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank, betont, dass es entscheidend ist, das AVD so zu gestalten, dass es breite Diversifikation und klare Gebührenstrukturen bietet.

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