Biogas-Innovationskongress 2026: Preise für kreative Lösungen

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Der 19. Biogas-Innovationskongress in Osnabrück zeichnete kreative Ideen mit Biogas-Innovationspreisen aus. Prominente Vertreter aus Landwirtschaft und Wissenschaft würdigten die ausgezeichneten Lösungen, die Biogas als Schlüssel zur alternativen Energieversorgung stärken.

Biogas als tragende Säule der Energieversorgung

Der 19. Biogas-Innovationskongress fand am 20. und 21. Mai in Osnabrück statt, wo die Biogas-Innovationspreise der Deutschen Landwirtschaft verliehen wurden. Johann Meierhöfer, Fachbereichsleiter für Pflanzliche Erzeugung und Energie beim Deutschen Bauernverband (DBV), betonte bei der Preisübergabe die Bedeutung von Biogas für eine stabile, erneuerbare Energieversorgung. Aktuell stehen in Deutschland mehr als 9.600 dezentrale Anlagen zur Verfügung, die Landwirtschaft, Energieerzeugung und Kreislaufwirtschaft miteinander verbinden. Mittelfristig können diese Anlagen bis zu 24 Gigawatt Leistung bereitstellen.

Preisträger und innovative Projekte

Der mit 6.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis in Gold wurde an die Forschergruppe der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) verliehen. Unter der Leitung von Claudio L. Kalbermatten erhielt das Team die Auszeichnung für ihr Projekt „FUNGAS“, das Enzyme von anaeroben Pilzen untersucht, welche die Gasausbeute von Reststoffen erhöhen. Diese Technologie bietet eine vielversprechende Perspektive für Kleinbiogasanlagen in der interregionalen Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein-Region.

Den Silberpreis, dotiert mit 3.000 Euro, bekam Dr. Christiane Herrmann vom Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie für ihre Forschungsarbeit, die einen Einsatz von Kalkstickstoff zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Wirtschaftsdüngerlagerung untersucht. Ihr Verfahren hilft, Methanemissionen erheblich zu minimieren und sichert gleichzeitig das Methanbildungspotenzial für spätere Vergärungsprozesse.

Der Bronze-Wissenschaftspreis in Höhe von 1.000 Euro ging an das Team um Dipl.-Ing. Alejandra Lenis von der RWTH Aachen. Ihr NitroSX-Verfahren zur biologischen Entschwefelung von Biogas wurde mit gärrestbasierten Waschflüssigkeiten entwickelt und zeigt vielversprechende Ergebnisse unter anoxischen Bedingungen.

Wirtschaftliche Innovationen im Fokus

Auch die Kategorie Wirtschaft war vertreten: Die HJS Motoren GmbH wurde für die Entwicklung neuartiger Zünd- und Verbrennungssysteme ausgezeichnet, die SCR-Katalysatoren in Biogas-BHKW überflüssig machen. Diese Technologie hält die NOx-Grenzwerte der 44. BImSchV beginnend innermotorisch ein und fand bereits in etwa 40 vorhandenen Aggregaten Anwendung.

Der Biogas-Innovationskongress, der jährlich stattfindet, wird ideell vom Deutschen Bauernverband, dem Fachverband Biogas und dem Bundesverband Bioenergie unterstützt. Zu den Partnern gehören auch wissenschaftliche Institutionen wie das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ). Weitere Informationen sind auf biogas-innovationskongress.de zu finden.

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