Warnung: Nikotinkonsum unter Jugendlichen steigt wieder

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Erstmals seit 20 Jahren berichtet die Ärztekammer Niedersachsen von einem signifikanten Anstieg des Nikotinkonsums unter Jugendlichen. Besonders E-Zigaretten erfreuen sich in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen wachsender Beliebtheit.

Bedeutender Anstieg des Nikotinkonsums

Zum ersten Mal seit 25 Jahren zeigen aktuelle Statistiken einen alarmierenden Anstieg der Anzahl rauchender Jugendlicher. Laut der Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) liegt der Anteil rauchender 12- bis 17-Jähriger nun bei 9,6 Prozent, verglichen mit nur 6,1 Prozent im Jahr 2021. Darüber hinaus haben 18,6 Prozent der Jugendlichen Erfahrung mit E-Zigaretten, während 15,5 Prozent Tabakzigaretten konsumieren.

Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) warnt besonders vor dem Konsum von E-Zigaretten. Diese Produkte sind oft ansprechend gestaltet, mit bunten Verpackungen und süßen Aromen, wodurch sie vor allem junge Menschen anlocken. „E-Zigaretten gehören nicht in bunte Verpackungen und süße Aromen dürfen nicht in Liquids für E-Zigaretten enthalten sein“, fordert Dr. med. Marion Charlotte Renneberg, Präsidentin der ÄKN. Die steigende Beliebtheit dieser Produkte wird zusätzlich durch geringere Steuern begünstigt, was sie günstiger als herkömmliche Zigaretten macht.

Renneberg betont, dass E-Zigaretten keineswegs harmlos sind. Das enthaltene Nikotin ist ein stark süchtig machendes Nervengift, das das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen und ernsthafte Gesundheitsprobleme wie Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigen kann. Darüber hinaus bergen die zugesetzten Aromastoffe potenzielle gesundheitliche Risiken, da sie krebserregend sein können oder die Lunge schädigen.

Notwendigkeit von Aufklärungsmaßnahmen

Die frühe Gewöhnung an Nikotin führt oft zu einer langfristigen Abhängigkeit, was den Ausstieg aus dem Rauchen erschwert. Die Ärztekammer fordert mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema Rauchen, insbesondere unter Jugendlichen. „Wir sollten Raucherinnen und Raucher nicht stigmatisieren, aber gleichzeitig das Thema Rauchen ernst nehmen“, so Renneberg weiter.

Die Ärztekammer empfiehlt, dass Betroffene Informationen und Unterstützung auf www.rauchfrei-info.de suchen oder ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt konsultieren, um den Einstieg in ein rauchfreies Leben zu erleichtern.

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