Die Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat ihre Reise in den Libanon aus Sicherheitsgründen abbrechen müssen. Die Entscheidung fiel kurz vor der Landung in Beirut aufgrund der angekündigten Bombardierungen der Stadt.
Unterbrechung der Reise aus Sicherheitsgründen
Der Regierungsflieger von Reem Alabali Radovan wurde heute aufgrund der besorgniserregenden Sicherheitslage im Libanon gestoppt. Kurz vor dem Landeanflug in Beirut erhielt die Ministerin Informationen über bevorstehende militärische Angriffe, die einen sicheres Reisen unmöglich machten.
Steigende Flüchtlingszahlen im Libanon
Sanae Abdi, entwicklungspolitische Sprecherin, kommentierte die Situation: „Die unterbrochene Reise der Ministerin zeigt die alarmierende Militäreskalation im Libanon. Während die Ministerin sicher nach Berlin zurückkehrt, sind Hunderttausende Libanes:innen dazu gezwungen, vor den Bomben der israelischen Armee zu fliehen. Wie die Lage sich entwickelt, ist besorgniserregend, insbesondere, da die Angriffe nun auch auf den Süden Beiruts ausgeweitet werden. Mit diesen offensichtlichen Angriffen gibt es de facto keine sicheren Zufluchtsorte mehr für die Zivilbevölkerung im Libanon.“ In den letzten Stunden wurden weitere 50.000 Menschen zur Flucht gezwungen.
Dringender Appell für einen Waffenstillstand
Abdi fordert umgehend einen Waffenstillstand und hebt hervor, dass die Maßnahmen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für den Libanon zwar ein erster Schritt sind, jedoch nicht ausreichen, um dauerhaften Frieden zu erreichen. „Ein Schweigen der Waffen, humanitäre Soforthilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit sind unerlässlich“, so die Sprecherin weiter. Ihr Appell richtet sich sowohl an die internationalen Entscheidungsträger als auch an die Öffentlichkeit, um die humanitäre Krise im Libanon nicht zu ignorieren.

