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Gürtelrose: Wie Urlaub das Risiko erhöhen kann

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Im Urlaub fühlen sich viele plötzlich krank. Professor Prelog erläutert, warum das so ist und wie man vorbeugen kann. Stress, Erschöpfung und UV-Belastung spielen eine zentrale Rolle, insbesondere für Menschen ab 60.

Anstieg der Leisure Sickness im Urlaub

Viele Menschen erleben im Urlaub eine sogenannte „Leisure Sickness“ oder Freizeitkrankheit. Eine Studie der Internationalen Hochschule (IU) zeigt, dass fast 72 % der Arbeitnehmer bereits darunter litten. Der Grund für dieses Phänomen liegt in der komplexen Wechselwirkung zwischen Stresshormonen, dem vegetativen Nervensystem und dem Immunsystem. Chronischer Stress schwächt das Immunsystem, wodurch vorher unterdrückte Infektionen während der Erholungsphase ausbrechen können. Typische Symptome sind Müdigkeit, Schlafstörungen und Erkältungssymptome. Viele Menschen bemerken die ersten Anzeichen erst, wenn der Alltag zur Ruhe kommt, was oft am Wochenende oder im Urlaub der Fall ist.

Der Zusammenhang zwischen Stress und Gürtelrose

Professor Prelog hebt hervor, dass bei Menschen mit hohem Leistungsdruck oder Perfektionismus ein höheres Risiko für Freizeitkrankheiten besteht. Wenn Körper und Geist sich nach einem Arbeitsstress entspannen, können bereits vorhandene Viren aktiv werden, darunter das Varizella-Zoster-Virus, das für Gürtelrose verantwortlich ist. Diese reaktivierten Viren können in einer Urlaubssituation zu einer schmerzhaften Erkrankung führen, die sogar die Reisepläne beeinträchtigen kann.Übermäßige Sonneneinstrahlung kann zudem das Risiko für Gürtelrose erhöhen. Professor Prelog erklärt, dass Sonnenbrand eine starke Stressreaktion der Haut ist und das Immunsystem zusätzlich belastet. Daher ist es wichtig, Sonnenschutz zu verwenden und sich während der heißesten Tageszeiten im Schatten aufzuhalten.

Prävention und Tipps für die Sommerzeit

Um Freizeitkrankheiten und Erkrankungen wie Gürtelrose vorzubeugen, empfiehlt die Professorin, den Übergang von Arbeit zu Freizeit fließend zu gestalten. Stress sollte vor dem Urlaub bewusst reduziert werden, etwa durch Puffertage. Auch aktive Erholung wie Spaziergänge oder moderater Sport trägt dazu bei, Stress abzubauen. Schlaf bleibt ein zentraler Faktor für die Regeneration des Immunsystems.Speziell für die Sommerzeit empfiehlt es sich, die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu berücksichtigen. Eine Gürtelrose-Impfung wird allen ab 60 Jahren und Menschen mit erhöhtem Risiko ab 18 Jahren ans Herz gelegt. So kann das Risiko einer Erkrankung gesenkt werden und der Sommer unbeschwert genossen werden.

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