Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim kritisiert die langsamen Fortschritte beim sechsstreifigen Ausbau der A1 zwischen Osnabrück und Münster. Angesichts einer Verdopplung des Verkehrsaufkommens bis 2030 fordert die IHK mehr Tempo bei den Bauarbeiten.
Dringlichkeit des Ausbaus
Die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim hat sich deutlich für eine Beschleunigung der Bauarbeiten auf der A1 zwischen dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück und der Anschlussstelle Münster-Nord ausgesprochen. IHK-Geschäftsbereichsleiterin Anke Schweda betont: „Gerade nach erheblichen Verzögerungen, etwa durch das gestoppte ÖPP-Vergabeverfahren im Jahr 2023, braucht es jetzt Tempo bei der Ausschreibung, Vergabe und baulichen Umsetzung der Teilabschnitte.“
Verkehrswachstum bis 2030
Auf dem 40 Kilometer langen Abschnitt der A1 wird bis zum Jahr 2030 ein Verkehrsaufkommen von bis zu 75.000 Fahrzeugen täglich prognostiziert. Die derzeitige Zahl der Fahrstreifen ist dafür nicht ausreichend. Der Ausbau auf sechs Spuren soll helfen, ein zentrales Nadelöhr auf einer der wichtigen Verkehrsachsen Norddeutschlands zu beseitigen. Die IHK setzt sich dafür aktiv ein, auch gegenüber Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.
Aktuelle Bauarbeiten und Sperrungen
Aktuell laufen verschiedene Bauarbeiten auf der A1. Dazu gehören der Korrosionsschutz an Brücken und das Entfernen von Verschalungen neu betonierter Brückenränder. Im März 2026 werden darüber hinaus neue Brücken für den künftigen sechsstreifigen Ausbau eingesetzt, nachdem die alten Bauwerke Ende 2025 abgerissen wurden. Aufgrund dieser Arbeiten kommt es von Freitag, dem 5. Juni (21 Uhr), bis voraussichtlich Sonntag, dem 7. Juni (6 Uhr), zu einer Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen Ladbergen und Lengerich in beiden Fahrtrichtungen.

